Ungarns neuer Regierungschef ebnet Weg für 16 Milliarden Euro aus EU-Töpfen: Welche Forderungen an die Ukraine gestellt werden.

Ungarns neuer Regierungschef ebnet Weg für 16 Milliarden Euro aus EU-Töpfen: Welche Forderungen an die Ukraine gestellt werden
Ungarns neuer Regierungschef ebnet Weg für 16 Milliarden Euro aus EU-Töpfen: Welche Forderungen an die Ukraine gestellt werden

Reise des ungarischen Ministerpräsidenten nach Brüssel

Nach Angaben von UATV: Am 29. Mai reiste Ungarns neuer Ministerpräsident Péter Mátyás nach Brüssel, um die Freigabe von über 16 Milliarden Euro zu erreichen. Diese Gelder waren unter seinem Vorgänger Viktor Orbán aufgrund von Bedenken hinsichtlich der Rechtsstaatlichkeit und akademischen Freiheit eingefroren worden. Bei den Gesprächen stand auch der EU-Beitrittsprozess der Ukraine auf der Tagesordnung.

Nach Informationen aus EU-Kreisen waren die Mittel wegen Verstößen gegen rechtsstaatliche Prinzipien blockiert. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bestätigte, dass 10 Milliarden Euro bereits freigegeben wurden oder kurz davor stehen:

„Ich kann bestätigen, dass 10 Milliarden Euro bereits freigegeben wurden oder in Kürze freigegeben werden.“ – Ursula von der Leyen

Insgesamt sollen 16,4 Milliarden Euro zur Verfügung stehen, sofern Ungarn die vereinbarten Reformauflagen erfüllt.

Sprachrechte und bilaterale Zusammenarbeit

Während seines Besuchs thematisierte Mátyás auch die Sprachrechte der ungarischen Minderheit in der Ukraine. Er betonte:

„Was kulturelle und sprachliche Angelegenheiten betrifft, wünschen wir uns, dass unsere ukrainischen Partner dem zustimmen.“ – Péter Mátyás

Der ungarische Premier zeigte sich zudem hoffnungsvoll in Bezug auf die künftige Kooperation: „Ich würde mich sehr freuen, nach diesen technischen Gesprächen den ukrainischen Präsidenten zu treffen und ein wirklich neues Kapitel in den ungarisch-ukrainischen Beziehungen aufzuschlagen.“

Ergänzend hob Ursula von der Leyen hervor, dass die Ukraine und Moldau sämtliche Voraussetzungen für die Eröffnung des sogenannten „Grundlagen“-Clusters erfüllt hätten. Der nächste EU-Gipfel ist für den 18. Juni angesetzt, bei dem die weiteren Schritte zur EU-Integration der Ukraine sowie die Beziehungen zu Ungarn erörtert werden könnten.

Der Besuch des ungarischen Regierungschefs in Brüssel unterstreicht die Bedeutung des Dialogs zwischen den EU-Mitgliedstaaten in Fragen der Rechtsstaatlichkeit und der europäischen Integration. Die Freigabe der finanziellen Unterstützung für Ungarn könnte die Beziehungen innerhalb der EU spürbar verbessern und dem Land zusätzliche Mittel für Reformen verschaffen. Gleichzeitig könnte die Diskussion über die Sprachrechte der ungarischen Minderheit in der Ukraine zu einem wichtigen Pfeiler der diplomatischen Bemühungen um regionale Stabilität und Zusammenarbeit werden.


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