Bergnot auf der Goverla: Rettungskräfte evakuieren unzureichend ausgerüsteten Touristen.

Bergnot auf der Goverla: Rettungskräfte evakuieren unzureichend ausgerüsteten Touristen
Bergnot auf der Goverla: Rettungskräfte evakuieren unzureichend ausgerüsteten Touristen

Schwere Erfrierungen auf der höchsten Spitze der Ukraine

Nach Angaben von Novyny.live: Ein junger Mann aus Odessa erlitt auf dem Gipfelaufstieg zur Goverla schwere Erfrierungen an den Füßen. Die Rettungskräfte mussten ihn in der Nacht zum 11. Januar in einem aufwändigen Einsatz evakuieren. Der unerfahrene Wanderer war von der Berghütte 'Kozmeshchyk' aufgebrochen und hatte sich zwei Tage lang in völlig ungeeignetem Schuhwerk durch den tiefen Winter gekämpft.

Besonders folgenschwer war seine Entscheidung, ohne einen Schlafsatz unterwegs zu sein. Eine Nacht verbrachte er schutzlos im Wald, was direkt zu den lebensbedrohlichen Erfrierungen führte. Nach dem Notruf leisteten die Bergretter umgehend erste Hilfe und brachten den unterkühlten Mann sicher aus dem gefährlichen Gelände.

Bergung und Behandlung

Der verletzte Tourist wurde in die Stadt Rachiw gebracht und dort dem medizinischen Personal des Bezirkskrankenhauses übergeben. Dieser Vorfall zeigt eindrücklich, wie riskant mangelnde Vorbereitung für Bergtouren im Winter ist. Die Goverla ist der höchste Berg der Ukraine und stellt selbst für erfahrene Alpinisten im Winter eine ernste Herausforderung dar.

Die Situation macht deutlich, dass die Missachtung grundlegender Sicherheitsregeln in den Bergen schnell lebensgefährlich werden kann. Unpassende Ausrüstung und die Unterschätzung der Wetterbedingungen gefährden nicht nur den Einzelnen, sondern auch die Einsatzkräfte.

Die Rettungsdienste appellieren an alle Wanderer, ihre Routen sorgfältig zu planen, die Wettervorhersagen ernst zu nehmen und stets mit der vollständigen und angemessenen Ausrüstung unterwegs zu sein.

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