Ein solares Ereignis könnte Starlink-Satelliten zerstören: Die CRASH-Uhr zeigt 2,8 Tage bis zur Katastrophe.

Ein solares Ereignis könnte Starlink-Satelliten zerstören: Die CRASH-Uhr zeigt 2,8 Tage bis zur Katastrophe
Ein solares Ereignis könnte Starlink-Satelliten zerstören: Die CRASH-Uhr zeigt 2,8 Tage bis zur Katastrophe

Nach Angaben von Korrespondent.net: Das rasante Wachstum der Anzahl von Satelliten in niedrigen Erdorbits stellt ernste Bedrohungen für die Raumfahrtinfrastruktur dar. Wissenschaftler, die eine neue Studie durchgeführt haben, weisen darauf hin, dass ein starker solarer Ausbruch eine Kettenreaktion auslösen könnte, die die Umlaufbahn jahrzehntelang unbrauchbar macht.

Hauptgefährdungen für Satelliten

Der Hauptfaktor für das Risiko ist die hohe Dichte an Satelliten, von denen viele zum Starlink-Netzwerk von SpaceX gehören. Während der erhöhten Sonnenaktivität im Jahr 2024 verlor das System bereits zweimal die Kontrolle über einen Teil der Satelliten. Nach Ansicht der Forscher liegt die tägliche Wahrscheinlichkeit einer katastrophalen Kollision bei einem Kontrollverlust bei etwa 30%.

Die Autoren vergleichen die moderne orbitalen Infrastruktur mit einem 'Kartenhaus'.

Im Juni 2025 werden gefährliche Annäherungen zwischen Satelliten im Durchschnitt alle 22 Sekunden registriert. Wenn man nur die Starlink-Satelliten betrachtet, nähern sie sich einander alle 11 Minuten um weniger als einen Kilometer. Um Kollisionen zu vermeiden, führt jeder Starlink-Satellit im Durchschnitt 41 Ausweichmanöver pro Jahr durch, was das System stark von stabiler Kommunikation, Navigation und Kontrolle abhängig macht.

Auswirkungen von Sonnenausbrüchen

Sonnenausbrüche beeinflussen Satelliten auf zwei wesentliche Arten. Erstens erwärmen sie die oberen Schichten der Erdatmosphäre, was zu erhöhtem aerodynamischen Widerstand und chaotischen Orbitaländerungen führt. Dies zwingt die Geräte dazu, häufiger zu manövrieren und schneller Treibstoff zu verbrauchen. Im Mai 2024 führten mehr als die Hälfte der Satelliten in niedriger Umlaufbahn solche Manöver durch. Zweitens können starke geomagnetische Stürme die Kommunikations- und Navigationssysteme gefährden, was die Kontrollmanöver erschwert.

Im Rahmen der Studie führten die Wissenschaftler eine neue Risikometrik ein - den CRASH-Uhr (Kollisions- und signifikante Schadensuhr).

Im Jahr 2018 lag dieser Indikator bei 121 Tagen, und bereits im Juni 2025 verringerte er sich auf 2,8 Tage. Dies ist die Zeit, in der eine katastrophale Kollision nach vollständigem Kontrollverlust eintreten kann. Der Verlust der Kontrolle für 24 Stunden führt bereits zu einer Wahrscheinlichkeit von etwa 30% für das Kessler-Syndrom - eine Kettenreaktion, bei der Trümmer eines Zusammenstoßes zu neuen führen und die Umlaufbahn mit gefährlichem Müll füllen.

Eine vollständige Verunreinigung der Umlaufbahn kann Jahre dauern, aber ein extremes solares Ereignis könnte ausreichen, um diesen zerstörerischen Prozess zu starten. Eine ähnliche Situation hat in der Geschichte bereits stattgefunden - der berühmte Carrington-Sturm von 1859, der als der stärkste bekannte gilt.

NASA zeigte, wie einer der stärksten Sonnenstürme in der Geschichte aussah

 

Die Untersuchung dieser Risiken ist von großer Dringlichkeit, da die rasante Entwicklung der Technologie und das Wachstum der Anzahl von Satelliten die Situation im Orbit erheblich komplizieren. Die Wissenschaftler fordern aktive Maßnahmen zur Überwachung und Verwaltung des orbitalen Raums, um potenziell katastrophale Folgen für die Raumfahrtinfrastruktur und die Lebensbedingungen auf der Erde zu vermeiden.


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