Russische Besatzer beschlagnahmen massiv Diesel: Landwirte in der Region Luhansk verlieren ein Drittel ihrer Vorräte.
Systematische Plünderung der Landwirtschaft in besetzten Gebieten
Nach Angaben von UATV: In den vorübergehend besetzten Gebieten der Region Luhansk setzt die russische Besatzungsmacht die systematische Ausplünderung des Agrarsektors fort. Dies gefährdet die kommende Aussaat und die Ernährungssicherheit der gesamten Region. Per Dekret zwingt die Besatzungsverwaltung Landwirte nun dazu, mindestens 30 Prozent ihrer Dieselvorräte an die russische Armee abzugeben. Der Entzug eines solch großen Teils des Treibstoffs droht, die Arbeit landwirtschaftlicher Maschinen massiv zu behindern und eine ordnungsgemäße Bodenbearbeitung unmöglich zu machen.
Verheerende Folgen für die Region
Alexej Chartschenko, Leiter der Luhansker Gebietsverwaltung, kommentierte die Anordnung wie folgt:
„Mit diesem Dekret macht die Besatzungsmacht einen Strich durch die Rechnung für die bevorstehende Aussaatkampagne.“ - Alexej Chartschenko
Dies unterstreicht die schwerwiegenden Konsequenzen für Landwirte, die bereits unter den Bedingungen der Besatzung leiden. Parallel dazu ist in der Region ein Anstieg von Krebserkrankungen zu verzeichnen, was die prekäre humanitäre Lage weiter verschärft.
Pawel Lysjanskyj wies auf einen weiteren alarmierenden Aspekt hin:
„Im besetzten Teil des Donbas dauert die ökologische und humanitäre Katastrophe an.“ - Pawel Lysjanskyj
Angesichts fortgesetzter Plünderungen und Misshandlungen durch die Besatzer ist die Bevölkerung der Region akut bedroht. Schätzungen zufolge könnte die Bevölkerung in den sogenannten 'DNR'- und 'LNR'-Gebieten innerhalb von 70 Jahren aussterben, sollte sich die Situation nicht ändern. Die Maßnahmen der Besatzungsbehörden untergraben somit nicht nur die Landwirtschaft, sondern gefährden das langfristige Überleben der Menschen in diesen Gebieten. Diese Entwicklung ist ein Beispiel für die gezielte Aushöhlung der lokalen Lebensgrundlagen.
Die Vorgänge in der Region Luhansk spiegeln die Verschärfung der humanitären Krise in der gesamten Ostukraine wider. Der Agrarsektor, einst ein wichtiges wirtschaftliches Standbein, wird durch die Besatzer systematisch geschwächt. Die Sicherstellung der Ernährung der verbliebenen Bevölkerung wird vor dem Hintergrund der Kriegshandlungen zur enormen Herausforderung. Die Situation erfordert dringend internationale Aufmerksamkeit und Unterstützung, um eine weitere Eskalation der Not zu verhindern.
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