Olya Polyakova beklagt Rechtsverstoß nach Ausschluss vom ukrainischen ESC-Vorentscheid.
Ablehnung von Olya Polyakova beim ESC-Nationalvorentscheid der Ukraine
Nach Angaben von Espreso.tv: Olya Polyakova hat sich zu ihrer Ablehnung für den ukrainischen ESC-Vorentscheid geäußert. Grund dafür ist eine Regel, die Künstlern die Teilnahme verbietet, wenn sie nach dem 15. März 2014 in Russland aufgetreten sind. Die Sängerin sieht darin eine Verletzung ihrer Rechte. Sie hatte sich im Vorjahr für den Nationalvorentscheid beworben, wurde jedoch aufgrund von Punkt 4.6 der 2019 eingeführten Bestimmungen abgewiesen. Diese Klausel schließt alle Interpreten aus, die nach dem genannten Datum in Russland auf der Bühne standen.
Zweifel an der einheitlichen Anwendung der Richtlinien
Bemerkenswert ist, dass Polyakova nur einmal Anfang 2015 in Russland auftrat. Im Gegensatz dazu gewann 2016 Jamala den Vorentscheid – obwohl auch sie in den Jahren 2014 und 2015 in Russland gespielt hatte. Zudem saß 2017 mit Kostyantyn Meladze ein Juror im Gremium, der beruflich in Russland tätig war. Diese Beispiele werfen Fragen zur Gleichbehandlung aller Teilnehmer auf.
Olya Polyakova: 'Ich betrachte diese Ablehnung als Verletzung meiner Rechte.'
Die Künstlerin äußerte sich emotional zu dem Vorfall: 'Schau! Dich f***** man, du schweigst! Aber mich kriegt man nicht klein, weil ich für mich und meine Rechte kämpfe! Ist das klar?' Im Oktober 2025 richtete ihr Team Schreiben an die Europäische Rundfunkunion mit der Bitte, in der Angelegenheit gegenüber dem ukrainischen Sender Suspline zu vermitteln.
Der Fall um Olya Polyakovas Ausschluss vom ESC-Vorentscheid wirft grundlegende Fragen zu den Auswahlkriterien und ihrer Fairness auf. Zudem rückt er die Rechte von Künstlern im Spannungsfeld politischer Einschränkungen in den Fokus.
Diese Situation stellt nicht nur die Transparenz und Objektivität der Regeln infrage, sondern auch ihre Anpassungsfähigkeit an die heutigen politischen Gegebenheiten. Die Frage der Teilnahme von Künstlern mit Russland-Kontakten ist seit Langem Gegenstand öffentlicher Debatten – Polyakovas Fall könnte nun zum Auslöser für eine Überarbeitung bestehender Normen werden. Er eröffnet zudem einen breiteren Diskurs über das Recht auf künstlerischen Ausdruck in Zeiten politischer Konflikte.
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