Lubinez übt scharfe Kritik an Mobilmachung – TZK erläutert Wandel seit 2022.
Schwere Vorwürfe gegen ukrainische Einberufungspraxis
Nach Angaben von Novyny.live: Der ukrainische Ombudsmann Dmytro Lubinez hat massive Mängel bei der Mobilmachung im Land gerügt. Seine Kritik äußerte er am 12. Februar im Programm von 'Radio Svoboda'. Als Reaktion darauf legte Roman Istomin, Leiter der Kommunikationsgruppe des Territorialen Rekrutierungszentrums (TZK) der Oblast Poltawa, die grundlegenden Veränderungen im Einberufungsverfahren zwischen 2022 und den Jahren 2025-2026 dar.
Istomin betonte, dass es sich bei den Mobilisierungen dieser Jahre um zwei völlig unterschiedliche Prozesse handle. Während 2022 der Schwerpunkt zunächst auf Freiwilligen lag, wird die Einberufung für 2025-2026 nicht auf freiwilliger Basis erfolgen.
„Die Mobilmachung ist jetzt nicht freiwillig – das muss man verstehen“, stellte Roman Istomin klar.Er fügte hinzu, dass Freiwillige, sofern es sie gebe, im Zeitraum 2025-2026 über reguläre Rekrutierungswege eingezogen würden. Die Aussagen verdeutlichen den tiefgreifenden Wandel, den das ukrainische Einberufungswesen durch den langandauernden Krieg erfahren hat.
Neue gesetzliche Rahmenbedingungen
Die Reformen im Mobilmachungsrecht wurden zudem von Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow bestätigt. Die Werchowna Rada beschloss eine einjährige Aufschubregelung für bestimmte Soldaten, was sich ebenfalls auf die Einberufungsprozesse auswirken wird. Die Mobilisierungspolitik bleibt damit ein zentrales und kontrovers diskutiertes Thema in der ukrainischen Gesellschaft.
Vor dem Hintergrund der anhaltenden militärischen Bedrohung ist die Frage der Mobilmachung entscheidend für die Verteidigungsfähigkeit der Ukraine. Die gesetzlichen und politischen Anpassungen werden nicht nur die militärische Schlagkraft, sondern auch das soziale Gefüge des Landes nachhaltig beeinflussen. Weitere Maßnahmen von Regierung und Militärführung sind erforderlich, um die Einberufungspraxis sowohl effektiv als auch gesellschaftlich vertretbar zu gestalten.
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