Machtkampf an der Spitze der ukrainischen Armee: Der neue Oberbefehlshaber Syrskyj und Ex-Minister Fedorow im Clinch.
Das umstrittene Amt des neuen Oberbefehlshabers
Nach Angaben von Espreso.tv: Nach der Entlassung von Michailo Fedorow am 8. Februar 2024 übernahm Oleksandr Syrskyj die Führung der ukrainischen Streitkräfte. Diese Personalentscheidung entfachte einen offenen Konflikt zwischen den beiden Männern. Syrskyj, der auf eine über 40-jährige Militärkarriere zurückblickt, wurde durch erfolgreiche Operationen in Kiew, Charkiw und Cherson bekannt. Allerdings steht er auch in der Kritik, insbesondere wegen hoher Verluste in der Schlacht um Bachmut und anderen Gefechten. Der Machtwechsel an der Spitze des Militärs erfolgte in einer ohnehin angespannten Phase des Krieges gegen Russland.
Syrskyj selbst zeigte sich überrascht über die Anschuldigungen:
„Es war für mich eine Überraschung zu erfahren, dass es zwischen mir und Herrn Minister einen Konflikt gegeben haben soll.“Fedorow hingegen konterte: „Syrskyj ist nicht bereit, persönlich offen über Probleme zu sprechen.“ Dieser Schlagabtausch offenbart tiefe Risse in der militärischen Führungsebene.
Operationen und ihre Folgen
Am 20. Mai 2023 meldete die russische Armee die Einnahme von Bachmut – ein herber Schlag für die ukrainischen Verbände. Syrskyj, der mit dem Orden Bohdan Chmelnyzkyj II. Klasse ausgezeichnet wurde, löste Walerij Saluschnyj als Oberbefehlshaber ab. Unter seinem Kommando fanden zentrale Gefechte in den Oblasten Kiew, Charkiw und Cherson statt. Die militärische Bilanz ist gemischt: Erfolgen stehen schwere Verluste gegenüber.
Die bekannte Militäranalytikerin Marija Berlinska bemerkte dazu:
„Jeder Kommandeur hat seinen eigenen Friedhof.“Dieser Ausspruch verdeutlicht nicht nur die militärischen Herausforderungen, sondern auch die internen Spannungen im ukrainischen Oberkommando. Solche Querelen könnten die zukünftigen Operationen der Streitkräfte beeinträchtigen, während der Krieg mit Russland andauert.
Die Entlassung Fedorows und die Beförderung Syrskyjs markieren einen tiefgreifenden Umbruch in der militärischen Führung der Ukraine. Interne Konflikte auf dieser Ebene könnten die Koordination von Verteidigungsstrategien ernsthaft erschweren. Für das Land steht viel auf dem Spiel: Die Front bleibt angespannt, und erfolgreiche Militäroperationen sind entscheidend, um die Moral der Soldaten und der Bevölkerung aufrechtzuerhalten. Die weitere Entwicklung in dieser Führungsfrage wird daher maßgeblich über den Kriegsverlauf mitbestimmen.
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