Ukrainischer Bürgerbeauftragter fordert Prüfung nach mutmaßlicher Verschleppung eines Kindes durch Besatzer: Zwangsevakuierung von Minderjährigen im Fokus.
Appell des ukrainischen Ombudsmanns
Nach Angaben von Espreso.tv: Dmytro Lubinez, der Bürgerbeauftragte der Ukraine, hat eine Untersuchung zu einem möglichen Fall von Kindesverschleppung durch russische Besatzungskräfte angeregt. Er betont die Dringlichkeit, einen Mechanismus zur zwangsweisen Evakuierung von Kindern aus Kriegsgebieten zu etablieren. In einem Schreiben an die Militärverwaltung der Region Donezk unterstrich Lubinez die Notwendigkeit, Minderjährige in Kampfzonen besser zu schützen. Jedes Kind, das in einem Frontgebiet zurückbleibt, sei unverantwortlichen Gefahren ausgesetzt.
Nach Angaben des Ombudsmanns betreibt Russland seit 2014 eine systematische Deportation ukrainischer Kinder. Dmytro Mychaljow, der Vertreter Lubinez' in den Gebieten Donezk und Luhansk, erklärte, jeder Fall, in dem ein Kind in einem Kampfgebiet ohne ausreichenden Schutz bleibe, müsse rechtlich bewertet werden. Sollte sich der Vorwurf bestätigen, dass ein Mädchen von den Besatzern abtransportiert wurde, müsse geklärt werden, warum es sich noch in dem frontnahen Ort aufhielt.
Ausmaß der Kindesdeportationen
Darüber hinaus hat die Initiative Bring Kids Back UA bereits 20.610 ukrainische Kinder identifiziert, die nach Russland deportiert oder zwangsweise umgesiedelt wurden. Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) hat die Militarisierung ukrainischer Kinder inzwischen als Verbrechen gegen die Menschlichkeit eingestuft.
'Wenn Entscheidungen aufgeschoben werden – wartet Russland nicht. Es kommt zuerst.' Dmytro Lubinez
Dieser Vorfall verdeutlicht die Schwere der Bedrohung für Kinder in der Ukraine, insbesondere in Frontnähe, wo das Risiko von Deportation oder gewaltsamer Verbringung extrem hoch ist. Die Bemühungen, Minderjährige aus Gefahrenzonen zu bringen, sind von entscheidender Bedeutung für ihren Schutz und ihr Wohl während des Krieges. Ukrainische Behörden und internationale Organisationen müssen unverzüglich handeln, um die Rechte der Kinder zu wahren und solche Vorfälle zu verhindern.
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