Ukrainischer Bürgerbeauftragter kritisiert Multifachtest: Prüfungsinhalte überschreiten Lehrplan.
Schwere Vorwürfe gegen den Nationalen Multifachtest
Nach Angaben von Novyny.live: Der ukrainische Bürgerbeauftragte Dmytro Lubinez hat scharfe Kritik am Nationalen Multifachtest (NMT) geübt. Er bemängelt, dass das Bildungsministerium bekannte Probleme ignoriere. Laut Lubinez gehen die Testinhalte über das hinaus, was in der Schule gelehrt wird – eine zusätzliche Hürde für die Schüler.
Der Ombudsmann berichtete, er habe ein ganzes Jahr lang vergeblich versucht, ein Treffen mit dem zuständigen Minister zu vereinbaren, um diese Missstände anzusprechen. Seit Beginn des groß angelegten Krieges gebe es zudem keine Möglichkeit, den Test in Luftschutzbunkern abzulegen, was bei den Prüflingen Besorgnis auslöse. Lubinez betonte außerdem, dass die diesjährigen NMT-Aufgaben schwieriger seien als in den Vorjahren, was die Ergebnisse der Schüler negativ beeinflussen könnte.
Forderungen und Vorschläge
Als Konsequenz schlägt Lubinez vor, die Bestehensschwelle des NMT von 150 auf 130 Punkte zu senken. Dieser Schritt solle den Prozess erleichtern und für gerechtere Bedingungen sorgen. Ergänzend dazu teilte Olha Budnyk mit, dass es eine Möglichkeit zur Wiederholung des Mathematik-Teils des NMT gebe, was den Schülern eine zweite Chance auf einen erfolgreichen Abschluss bieten könnte.
Das Kernproblem: Die NMT-Tests gehen über den schulischen Lehrplan hinaus.
Dmytro Lubinez
Lubinez fügte hinzu: 'Sobald man auf den Knopf 'Beenden' drückt, ist Schluss – eine Beschwerde gibt es nicht mehr.' Dies verdeutlicht das Fehlen von Mechanismen zur Anfechtung der Testergebnisse, was Fragen zur Transparenz und Objektivität der Bewertung aufwirft.
Die Situation rund um den NMT erfordert daher dringend eine Lösung, um faire Bedingungen für alle Teilnehmer zu gewährleisten.
Diese Kritik von Lubinez spiegelt ein größeres Problem im ukrainischen Bildungssystem wider: Die Notwendigkeit, sich an die Kriegsbedingungen und Veränderungen im Lernprozess anzupassen, wird immer dringlicher. Die gestiegene Schwierigkeit der Tests und das Fehlen von Einspruchsmöglichkeiten könnten die Motivation der Schüler senken und negative Folgen für ihre Bildung haben. Es ist entscheidend, dass das Bildungsministerium diese Probleme erkennt und Maßnahmen ergreift, um gleiche Chancen für alle Beteiligten im Bildungsprozess zu schaffen.
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