Orban sieht Kriegserklärung von EU und Kiew wegen beschleunigter Ukraine-Beitrittspläne.

Orban sieht Kriegserklärung von EU und Kiew wegen beschleunigter Ukraine-Beitrittspläne
Orban sieht Kriegserklärung von EU und Kiew wegen beschleunigter Ukraine-Beitrittspläne

Orbans umstrittene Aussagen zu Ukraine und EU

Nach Angaben von TSN.ua: Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban wirft Brüssel und der Ukraine vor, seinem Land den Krieg erklärt zu haben. Anlass ist ein Bericht über einen möglichen beschleunigten EU-Beitritt der Ukraine. Orban bezeichnete diesen neuen Plan als 'offene Kriegserklärung an Ungarn', die gegen den Willen des ungarischen Volkes verstoße.

Reaktionen und mögliche Folgen

Das Magazin Politico hatte über die Möglichkeit einer beschleunigten Aufnahme der Ukraine in die Europäische Union berichtet. Orban kommentierte dies scharf und nannte Politico das 'offizielle Sprachrohr der Brüsseler Elite'. Er verwies auf einen angeblichen 'Geheimplan', die Ukraine bereits bis 2027 in die EU aufzunehmen, was ihn alarmiere.

In seiner Rede stufte Orban die Ukraine zudem als Feind Ungarns ein und rief die Ungarn auf, diese 'an den Wahlurnen zu stoppen'. Seine Partei Fidesz sei die 'einzige Kraft, die zwischen Ungarn und der Herrschaft Brüssels stehe'. Vor diesem Hintergrund forderte der Regierungschef seine Landsleute auf, bei den anstehenden Wahlen aktiv zu werden, um Pläne abzuwenden, die ungarische Interessen gefährdeten.

Die scharfe Rhetorik Orbans spiegelt die wachsenden Spannungen zwischen Budapest und der EU wider, insbesondere in der Frage der ukrainischen EU-Annäherung. Solche Äußerungen sind typisch für seinen politischen Stil, der innenpolitische Unterstützung durch Konfrontation nach außen sucht.

Der Premier versucht offenbar, durch nationalistische Töne die innenpolitische Unterstützung zu festigen, was die politische Lage in Ungarn vor den Wahlen weiter polarisieren könnte. Die Vorgänge zeigen, wie sehr innenpolitische Kalküle einzelner Mitgliedstaaten die gemeinsame EU-Außenpolitik beeinflussen und blockieren können.


Lesen Sie auch

Werbung