Bank verlangt persönliche Kündigung: Soldaten müssen für SMS-Gebühren aufkommen.
Zwang zu kostenpflichtigen SMS-Benachrichtigungen
Nach Angaben von Novyny.live: Rund 100.000 ukrainische Soldaten sind gezwungen, einen kostenpflichtigen SMS-Informationsdienst der Oschadbank zu nutzen. Die Kündigung dieser Dienstleistung ist für sie jedoch mit erheblichen Hürden verbunden, da sie ausschließlich durch persönliches Erscheinen in einer Filiale möglich ist. Diese Regelung stellt insbesondere für aktive Soldaten im Einsatz ein großes Problem dar.
Die monatliche Gebühr für diesen SMS-Dienst beträgt 40 Hrywnja. Damit hat sich der Preis im Vergleich zu den ursprünglich 25 Hrywnja im Jahr 2026 deutlich erhöht. Insgesamt summieren sich die monatlichen Ausgaben der Streitkräfte für diesen Dienst auf die enorme Summe von 4.000.000 Hrywnja. Auch die Kosten für alternative Benachrichtigungswege wie Viber sind gestiegen und liegen nun bei 25 Hrywnja pro Monat, nachdem sie zuvor bei 15 Hrywnja lagen.
Hohe Belastung für die Soldaten
Die Vorschrift der Oschadbank, dass die Kündigung nur persönlich erfolgen kann, bedeutet für viele Militärangehörige eine untragbare Belastung. Aufgrund ihrer Dienstverpflichtungen ist ein Bankbesuch oft schlicht unmöglich. Diese Situation führt zu vermeidbaren finanziellen Aufwendungen, die die ohnehin angespannte wirtschaftliche Lage der Soldaten zusätzlich verschärfen können.
Die Problematik zeigt, wie wichtig die Anpassung von Bankdienstleistungen an die besonderen Lebensumstände von Soldaten ist. In der aktuellen Kriegssituation, in der die Armee und ihre Angehörigen bereits hohen Belastungen ausgesetzt sind, wirken solche unflexiblen und kostspieligen Regelungen besonders schwer. Es bedarf dringend einer Lösung, um diejenigen, die ihr Land verteidigen, nicht auch noch mit unnötigen finanziellen Lasten zu belegen.
Lesen Sie auch
- Ukrainischer Weizenpreis bricht ein: So viel kostet die Tonne aktuell
- Europas Energiemarkt sieht Ukraine Rollenwechsel: Neue Vermögenswerte und aufkommende Herausforderungen
- Frau unter Verdacht: Umgehung von Sanktionen bei Flugzeugteilen – welche Risiken für russische Maschinen entstehen
- Gehälter im Mai: Ukrainischer Premier Schmyhal verdient knapp 129.000 Griwna
- Polen plant Anhebung des Mindestlohns für 2027: Diese Beträge sind im Gespräch
- Wegen Inflation: Russlands Zentralbank kann Leitzins nicht senken – Behörde geht gegen Wirtschaftsexperten vor

