Russlands Autoverkäufe brechen wegen Treibstoffkrise ein: Die Hintergründe.

Russlands Autoverkäufe brechen wegen Treibstoffkrise ein: Die Hintergründe
Russlands Autoverkäufe brechen wegen Treibstoffkrise ein: Die Hintergründe

Absatz von Neuwagen in Russland bricht ein

Nach Angaben von Espreso.tv: Die anhaltende Treibstoffkrise in Russland hat zu einem deutlichen Rückgang der Verkaufszahlen von neuen Pkw und Nutzfahrzeugen geführt. In der vergangenen Woche wurden nur noch 25.900 neue Pkw abgesetzt – ein Minus von 16,2 Prozent im Vergleich zur Vorwoche. Auch bei den leichten Nutzfahrzeugen (LCV) gab es einen Rückgang: Die Verkäufe fielen um zehn Prozent auf 1338 Einheiten. Der Absatz von Lastkraftwagen sank um 15,6 Prozent auf 1010 Fahrzeuge. Zum Vergleich: Noch im Vorjahreszeitraum waren die Zahlen deutlich höher.

Betrachtet man das Jahreshoch, zeigt sich ebenfalls eine negative Entwicklung: Die LCV-Verkäufe gingen um 19,2 Prozent zurück, während die Lkw-Verkäufe um 6,6 Prozent nachgaben. Auslöser dieser Talfahrt ist die Treibstoffkrise, die Ende Mai ihren Anfang nahm.

Sergej Zeliков erklärte: 'Die Treibstoffkrise ist einer der Gründe für den Absatzrückgang.'
Auch Alexej Podschtschekoldin äußerte sich besorgt und betonte:
'Der Benzinmangel ist bereits spürbar.'

Benzinimporte und wachsende Marktprobleme

Um die Versorgung zu sichern, plant Russland am 17. Juni, Benzin per Schiff aus asiatischen Ländern zu importieren. Bereits am 1. Juli sollen die ersten Seetransporte aus Indien anlaufen – mindestens 60.000 Tonnen sind vorgesehen. Die Dringlichkeit der Lage zeigt sich auch in den Suchanfragen: Im Juni verdreifachte sich die Zahl der Suchen nach 'wie man Benzin herstellt' auf der russischen Plattform Yandex im Vergleich zum Mai. Diese Entwicklungen unterstreichen die zunehmenden Schwierigkeiten auf dem russischen Kraftfahrzeugmarkt.

Die aktuellen Probleme auf dem Transportsektor verdeutlichen die schwerwiegenden wirtschaftlichen Herausforderungen, denen sich Russland aufgrund der Energiekrise gegenübersieht. Der Rückgang der Neuwagenverkäufe könnte nicht nur die Hersteller treffen, sondern auch angrenzende Branchen in Mitleidenschaft ziehen. Dazu zählen unter anderem:

  • die Versicherungswirtschaft
  • der Fahrzeugservice
  • der Ersatzteilhandel

Falls die Treibstofflieferungen weiterhin stocken, droht ein noch stärkerer Rückgang der Wirtschaftsaktivität und der Nachfrage nach Kraftfahrzeugen. Dies könnte letztlich negative Auswirkungen auf die gesamte Konsumlaune im Land haben.


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