Ukrainische Angriffe legen 40 Prozent der russischen Ölraffinerie lahm – Treibstoffkrise verschärft sich.
Wie sich die ukrainischen Attacken auf Russlands Wirtschaft auswirken
Nach Angaben von Espreso.tv: Die ukrainischen Streitkräfte haben gezielt russische Infrastruktur angegriffen, darunter auch Anlagen der Treibstoffindustrie. Dies hat schwerwiegende wirtschaftliche Folgen für Russland, insbesondere eine akute Treibstoffknappheit ausgelöst. Ein besonders folgenreicher Schlag traf am 6. Juli 2023 die Raffinerie in Omsk in Westsibirien, rund 2800 Kilometer von Kiew entfernt. Die Anlage arbeitet seither mit einem um 40 Prozent reduzierten Durchsatz. Die bereits seit Ende Mai 2023 spürbare Treibstoffverknappung wird dadurch noch weiter verschärft.
Die wirtschaftliche Schieflage zeigt sich auch in anderen Bereichen: Im Juni 2023 meldeten in Russland rund 500.000 kleine und mittlere Unternehmen Insolvenz an. Um den Treibstoffmangel zu lindern, entschied sich Moskau im Juni 2023 dazu, Benzin per Schiff aus Asien zu importieren. Bereits am 1. Juli 2023 wurde dieser Plan umgesetzt: Die erste Lieferung von mindestens 60.000 Tonnen Treibstoff traf aus Indien ein.
Soziale Folgen der Treibstoffkrise
Die Knappheit hat auch das Verhalten der russischen Bevölkerung verändert. Bei der Suchmaschine Yandex stieg die Anzahl der Anfragen nach „wie stellt man Benzin her“ im Juni 2023 im Vergleich zum Mai 2023 um das Dreifache. Dies zeigt, wie sehr die Versorgungslage sowohl Bürger als auch Unternehmen verunsichert.
Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte dazu: „Sibirien ist nun in Reichweite.“
All diese Entwicklungen belegen, dass die durch den Krieg ausgelöste Wirtschaftskrise in Russland immer weiter eskaliert. Der Konflikt hat längst nicht nur militärische, sondern auch tiefgreifende zivile und wirtschaftliche Auswirkungen, die das tägliche Leben der Menschen betreffen.
Sollten die Kampfhandlungen anhalten und weitere Angriffe auf kritische Einrichtungen erfolgen, droht Russland ein noch tieferer wirtschaftlicher Absturz. Dies würde die soziale Lage weiter verschlechtern und könnte zunehmend Unmut in der Bevölkerung hervorrufen – mit möglichen Folgen für die innenpolitische Stabilität des Regimes.
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