Der Vatikan verurteilt Polyamorie: Was in dem neuen Dokument über die Ehe gesagt wird.

Der Vatikan verurteilt Polyamorie: Was in dem neuen Dokument über die Ehe gesagt wird
Der Vatikan verurteilt Polyamorie: Was in dem neuen Dokument über die Ehe gesagt wird

Nach Angaben von ТСН: Der Vatikan hat kürzlich ein neues Dokument veröffentlicht, das die Wichtigkeit der monogamen Ehe betont und sie als Beziehung zwischen einem Mann und einer Frau betrachtet. In dem Dokument wird auch auf die zunehmende Beliebtheit von Polyamorie hingewiesen – ein Konzept, das mehrere gleichzeitige romantische Beziehungen umfasst.

Dokument und seine Hauptpunkte

Dieses Dokument wurde von Papst Leo XIV. im November 2025 nach Gesprächen mit römisch-katholischen Bischöfen aus Afrika genehmigt, in denen Fragen der Polygamie und Polyamorie erörtert wurden. Letzteres Phänomen hat sich im Westen recht populär entwickelt. Polyamorie umfasst Beziehungen, die auf gegenseitigem Einvernehmen basieren, während sich Polygamie auf Situationen bezieht, in denen eine Person mehrere Partner hat.

In dem Dokument wird festgestellt, dass multiple Bindungen illusorisch sind.

„Polygamie, Ehebruch oder Polyamorie basieren auf der Illusion, dass die Intensität einer Beziehung in einer Vielzahl von Gesichtern gefunden werden kann,“

— heißt es im Text.

Ziel des Dokuments

Kardinal Víctor Manuel Fernández betonte, dass das Ziel des Dokuments darin besteht, die Vorteile der „Wahl einer einzigartigen und exklusiven Vereinigung der Liebe, reich an und voll gegenseitiger Zugehörigkeit“ zu begründen. Es wird hervorgehoben, dass die monogame Ehe eine besondere und gegenseitige Beziehung zwischen zwei Menschen ist, die das göttliche Geschenk der Liebe widerspiegelt.

Nach katholischer Lehre hat Sexualität in der Ehe zwei Hauptaspekte. Der erste – vereinigend, der das Paar näher zusammenbringt und die göttliche Liebe widerspiegelt. Der zweite – fortpflanzend, der die Geburt von Kindern betrifft. In dem Dokument wird jedoch darauf hingewiesen, dass Sexualität nicht nur eine Frage der Fortpflanzung ist, sondern eine wichtige Form der Liebe darstellt, die die Einheit des Ehepaars stärkt und deren gegenseitige Hingabe ausdrückt.

Außerdem wird in der Gesellschaft zunehmend das Thema offener Beziehungen diskutiert. Während es früher hauptsächlich ein Modell gab – die traditionelle Monogamie, kann man jetzt eine Vielzahl von Partnerschaftsformen beobachten, wie Polyamorie, Swing oder „offene“ Liebe.

Diese Aufmerksamkeit für Monogamie in dem Dokument des Vatikans zeigt, dass kirchliche Traditionen immer noch eine wichtige Rolle in den modernen Diskussionen über Formen familiärer und romantischer Beziehungen spielen. Trotz des Einflusses neuer Modelle bleibt die monogame Ehe ein wichtiger Akzent für die katholische Kirche und ihre Gläubigen. Der Fortsetzung des Dialogs zu diesem Thema könnte die Grundlage für ein tieferes Verständnis und die Akzeptanz verschiedener Partnerschaftsmodelle in der Gesellschaft bilden.


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