Ukrainische Renten steigen im März um 12,1 Prozent – Zuschüsse bis zu 2595 Hrywnja.
Rentenanpassung in der Ukraine für das Jahr 2023
Nach Angaben von TSN.ua: Im März 2023 werden die Renten in der Ukraine automatisch um 12,1 Prozent angehoben. Dieser Indexierungssatz liegt vier Prozentpunkte über dem Wert des Vorjahres. Das Finanzministerium betont, dass so für 10,3 Millionen Rentnerinnen und Rentner rechtzeitig höhere Auszahlungen gewährleistet werden können. Die Anpassung soll bereits mit Beginn des Frühlings wirksam werden.
Für die Transferleistungen an den Rentenfonds sind 251,3 Milliarden Hrywnja veranschlagt. Die individuelle Erhöhung fällt je nach Dienstalter und aktueller Rentenhöhe unterschiedlich aus und bewegt sich zwischen 100 und 2595 Hrywnja. Ausgenommen von der Anpassung sind jedoch alle, die innerhalb der letzten drei Jahre in Rente gegangen sind. Ebenso erhalten Personen mit Sonderrenten oder der Höchstrente von 25.950 Hrywnja keine Erhöhung. Diese Maßnahme erfolgt vor dem Hintergrund steigender Inflation und soll die finanzielle Lage der Betroffenen stabilisieren.
So staffeln sich die Rentenzuschläge
Die konkrete Höhe des Zuschlags richtet sich nach folgenden Kategorien der sogenannten 'Netto-Rente':
- Zuschlag 100 Hrn – bei einer 'Netto-Rente' von 826 Hrn;
- Zuschlag 100 bis 200 Hrn – 'Netto-Rente' von 826 bis 1652 Hrn;
- Zuschlag 200 bis 300 Hrn – 'Netto-Rente' von 1652 bis 2479 Hrn;
- Zuschlag 300 bis 500 Hrn – 'Netto-Rente' von 2479 bis 4132 Hrn;
- Zuschlag 500 bis 1000 Hrn – 'Netto-Rente' von 4132 bis 8264 Hrn;
- Zuschlag ab 1000 Hrn – 'Netto-Rente' ab 8264 Hrn.
Denys Uliutin wies darauf hin, dass die Erhöhung und Neuberechnung nicht auf der tatsächlichen, sondern auf der 'Netto-Rente' basieren.
Die Rentenanpassung ist ein wichtiger Schritt, um die Kaufkraft der Rentenbezieher angesichts der wirtschaftlichen Herausforderungen zu erhalten. Die automatische Erhöhung kommt einem Großteil der Bürger zugute. Die Ausnahmeregelungen für bestimmte Gruppen, wie Neurentner oder Bezieher von Höchstbeträgen, könnten jedoch weiterhin Diskussionen über die Fairness des Systems auslösen und zeigen den Reformbedarf in der sozialen Absicherung auf.
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