Kellogg nennt Bedingung für Waffenruhe: Putin muss Eroberungspläne aufgeben.
Voraussetzung für einen Waffenstillstand
Nach Angaben von TSN.ua: Der ehemalige US-Sonderbeauftragte Keith Kellogg sieht eine Waffenruhe zwischen der Ukraine und Russland nur dann als möglich an, wenn Wladimir Putin die Unmöglichkeit weiterer territorialer Gewinne einsehen würde. Kellogg zufolge ist der Status der ukrainischen Ostregionen und die russische Forderung nach einem Abzug ukrainischer Truppen aus dem Donbass das Haupthindernis für Frieden. Der ehemalige Berater betonte, Putin müsse akzeptieren, keine weiteren ukrainischen Gebiete mehr zu erhalten. Die Forderung nach einem vollständigen Rückzug auf die Grenzen von 1991 bleibt für Kiew unverhandelbar.
Ein solcher Waffenstillstand könne laut Kellogg 'noch heute' in Kraft treten. Er verwies im Kontext des Kriegsverlaufs auf die enormen Verluste: Die Zahl der getöteten und verwundeten russischen Soldaten schätzt er auf 1,2 bis 1,4 Millionen, was die Schwere der Lage an der Front unterstreicht.
Neue Gesprächsrunde geplant
Präsident Wolodymyr Selenskyj rechnet in der kommenden Woche mit einer neuen Verhandlungsrunde unter Beteiligung der Ukraine, Russlands und der USA. Diese Gespräche könnten einen wichtigen Schritt in Richtung einer Konfliktlösung darstellen. Die Teilnehmer hoffen, eine gemeinsame Basis zu finden und die zentralen Streitpunkte zu diskutieren, die einer Stabilisierung der Region im Wege stehen.
Die Lage um eine mögliche Feuerpause bleibt kritisch, da sie vom Kompromisswillen aller Seiten abhängt. Die anstehenden Verhandlungen sind von entscheidender Bedeutung, da sie Wege zur Deeskalation ebnen könnten. Die anhaltend hohen Verluste auf dem Schlachtfeld machen eine friedliche Lösung zudem immer dringlicher, da jeder weitere Kriegstag neues Leid für beide Seiten bedeutet.
Lesen Sie auch
- Gipfeltreffen in Kiew: Was die NATO zur Luftverteidigung der Ukraine beschlossen hat
- Sybiha dankt Zypern für EU-Beitrittscluster und kündigt neues Kapitel mit Ungarn an
- Krieg in der Ukraine: 705 getötete Kinder – Gedenktag am 4. Juni
- Ukrainischer Kampfpilot erhält posthum den Titel „Held der Ukraine“ – Selenskyj unterzeichnet Dekret
- Erstmalige Stellungnahme Putins zur Rakete „Oreschnik“: Details zu den Tests
- Bis 2028: Russland könnte die baltischen Staaten angreifen – neue Bedrohungslage im Überblick

