1918: Wie General Pawlo Skoropadskyj die Ukraine in eine Hetman-Diktatur verwandelte.

1918: Wie General Pawlo Skoropadskyj die Ukraine in eine Hetman-Diktatur verwandelte
1918: Wie General Pawlo Skoropadskyj die Ukraine in eine Hetman-Diktatur verwandelte

Die Vorgeschichte des Staatsstreichs von 1918

Nach Angaben von Espreso.tv: In der Nacht vom 29. auf den 30. April 1918 putschte sich General Pawlo Skoropadskyj in Kiew an die Macht. Ein Video auf dem YouTube-Kanal 'Geschichten von Jura Martynowytsch' beleuchtet diesen entscheidenden Wendepunkt: Die Ukrainische Zentralrada wurde entmachtet, und Skoropadskyj rief die 'Ukrainische Staat' aus, deren Oberhaupt er als Hetman wurde. Deutsche Truppen entwaffneten dabei die Sitsch-Schützen, deren Kasernen im Viertel Kudrjawetz lagen – ein entscheidender Schlag, der den neuen Machthabern die Kontrolle sicherte. Die Sitsch-Schützen waren zuvor eine wichtige Kraft in der Ukrainischen Revolution von 1917 bis 1921 gewesen. Das Video enthält zudem Fotos aus dem Museum 'Sadyba na Kudrjawzi', einer Außenstelle des Museums für Geschichte der Stadt Kiew, die die damaligen Ereignisse veranschaulichen.

Ausstellung und Geschichtsvermittlung

Der Filmemacher Jura Martynowytsch ist dafür bekannt, ukrainische Städte 'wiederzubeleben' – ein Ansatz, der das historische Verständnis fördert. Zu den von ihm behandelten Orten zählen:

  • Lwiw
  • Kiew
  • Charkiw
  • Uschhorod
  • Ternopil
  • Odessa
  • Dnipro
  • Boryslaw
  • Salischtschyky
  • Tscherniwzi
  • Saporischschja
  • Cherson

Dank dieser visuellen und kontextuellen Aufbereitung können Zuschauer die damalige Zeit besser nachvollziehen. Ein weiteres Projekt ist die für den 18. Juni 2026 geplante Ausstellung 'Vorstadt im Stadtzentrum', die voraussichtlich zentrale Aspekte der Kiewer Geschichte und Kultur während der Revolutionsjahre zeigen wird. Skoropadskyjs Staatsstreich von 1918 veränderte die politische Landschaft der Ukraine nachhaltig und leitete eine neue Phase im Kampf um die Unabhängigkeit ein. Martynowytschs Video vermittelt nicht nur die nackten Fakten, sondern schafft durch die Bildsprache einen tieferen Zugang zu diesem historischen Wendepunkt. Die kommende Ausstellung könnte ein weiterer Baustein sein, um die ukrainische Geschichte einem breiten Publikum näherzubringen.


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