Chinas erste Hauskatzen: Wie eine Leopardenart für 600 Jahre verschwand.
Die Anfänge der Katzenhaltung in China
Nach Angaben von TSN.ua: Archäologische Funde belegen, dass die ersten Katzen, die sich vor etwa 5400 Jahren in menschlichen Siedlungen in China niederließen, Leopardenkatzen waren. Diese Wildkatzen waren bis zum 2. Jahrhundert nach Christus fester Bestandteil der Dörfer. Mit dem Untergang der Han-Dynastie verschwanden die Leopardenkatzen jedoch abrupt aus den archäologischen Aufzeichnungen. Für etwa sechs Jahrhunderte fehlte damit jede Spur von Katzen in chinesischen Haushalten – eine erstaunlich lange Lücke.
Die Rückkehr der Samtpfote auf neuen Wegen
Erst im Jahr 730 n. Chr. tauchte in der Stadt Tungan die erste echte Hauskatze wieder auf. Genetische Analysen zeigen, dass dieses Tier nicht von den heimischen Leopardenkatzen, sondern von domestizierten Katzen aus dem Gebiet der Levante und Zentralasiens abstammte. Diese neue Katzenart fand schnell Verbreitung, wie Darstellungen auf Gräbern aus der Tang-Dynastie (7. bis 10. Jahrhundert) belegen. Die meisten abgebildeten Katzen besaßen ein helles Fell, was auf ihre große Popularität und weite Verbreitung in der Bevölkerung schließen lässt.
Die Studie unterstreicht die kulturelle und alltägliche Bedeutung der Katze im alten China und ihren Wandel vom Wildtier zum Gefährten. Die genetischen Untersuchungen werfen ein neues Licht auf die Anpassungsfähigkeit der Tiere und helfen, historische Handels- und Migrationsrouten nachzuvollziehen. Solche Erkenntnisse über die frühe Beziehung zwischen Mensch und Tier bereichern auch unser heutiges Verständnis der Rolle von Haustieren in der Gesellschaft.
Lesen Sie auch
- Fast 300.000 Wohnhäuser zerstört: Welche Ukrainer bei der Entschädigung leer ausgehen
- Grenzschützer knacken Rekord: 196 Liter Blut bei einer einzigen Spendenaktion
- Vorladung trotz Zurückstellung: Wer von den Überprüfungen durch die Einberufungsbehörden betroffen ist
- 100.000 Griwna für verwundete Soldaten: Voraussetzungen und Ablauf der Zahlungen
- Explosiver Anstieg: Beschwerden gegen Militärbehörden in der Ukraine um das 340-Fache gestiegen – So wehren sich Betroffene
- Darf man unter dem Halteverbotsschild anhalten? – Eine knifflige Verkehrsfrage

