Taipehs messerschwingender Terrorist: Wie die Flucht vor der Armee zu einer Tragödie führte.

Taipehs messerschwingender Terrorist: Wie die Flucht vor der Armee zu einer Tragödie führte
Taipehs messerschwingender Terrorist: Wie die Flucht vor der Armee zu einer Tragödie führte

Nach Angaben von ТСН: Die taiwanesische Polizei hat die Chronik des blutigen Messerangriffs in Taipeh wiederhergestellt. Der 27-jährige Chang Wen hatte dieses Verbrechen im Voraus geplant, bei dem drei unschuldige Menschen ums Leben kamen.

Laut den Angaben der örtlichen Behörden handelte der Angreifer allein. Die Ermittler fanden keine Komplizen, aber die Motive von Changs Handlungen sind bereits bekannt: Der Mann war wegen Flucht vor dem Wehrdienst auf der Fahndungsliste und versuchte, der Festnahme zu entkommen.

Der Premierminister Taiwans bestätigte, dass Changs Hauptmotiv die Weigerung war, seinen Wehrdienst zu leisten. Ein Haftbefehl gegen ihn wurde bereits im November erlassen, als er nicht zu den Versammlungen der Reservisten erschien.

Chronologie des Wahnsinns: Feuer und "Versteck" im Hotel

Details, die von der Nachrichtenagentur Associated Press veröffentlicht wurden, zeigen, dass der Angriff sorgfältig geplant war. Alles begann mit einem Brand: Bevor er sich in das belebte Zentrum der Hauptstadt begab, setzte Chang seine Mietwohnung in Taoyuan in Brand.

Anschließend setzte er seine Handlungen mit erschreckender Gelassenheit fort:

  • Er kam ins Zentrum von Taipeh und führte den ersten Angriff in der Nähe der U-Bahnstation aus, indem er Rauchbomben zur Schaffung von Panik einsetzte.
  • Überwachungskameras dokumentierten, dass er nach dem ersten Angriff gelassen durch den unterirdischen Übergang zum Hotel ging, in dem er früher übernachtet hatte. Dort holte er tief verborgenes Waffenmaterial hervor.
  • Danach machte er sich auf den Weg zu dem beliebten Einkaufszentrum Eslite Spectrum Nanxi, wo er seinen Angriff auf die Menschen fortsetzte.

Ein Held, der versuchte, den Mörder zu stoppen

Unter den Opfern waren nicht nur zufällige Passanten, sondern auch ein Mann, der versuchte, andere zu retten. Laut dem Bürgermeister von Taipeh, Chiang Wan-an, stürzte sich ein 57-jähriger Mann auf den Angreifer an der U-Bahn-Station und versuchte, ihn zu entwaffnen. Leider erlitt er tödliche Stichwunden.

Insgesamt wurden bei dem Angriff drei Zivilpersonen getötet, 11 Menschen verletzt, von denen sich zwei in kritischem Zustand auf der Intensivstation befinden.

Das Ende der Verfolgung

Das Leben des Angreifers endete tragisch. Die Polizei blockierte ihn in einem überfüllten Einkaufsgebiet. Bei dem Versuch zu fliehen fiel Chang vom Dach eines Gebäudes und starb sofort.

Dieser Vorfall war ein Schock für Taiwan, wo die Gewaltrate zu den niedrigsten weltweit gehört. Als Reaktion verstärkte die Polizei die Sicherheitsvorkehrungen in allen großen Einkaufszentren und Verkehrsknotenpunkten der Hauptstadt. Präsident Lai Ching-te, der die Verwundeten im Krankenhaus besuchte, versprach, die Arbeit der Schnellreaktionsgruppen zu überprüfen, um ähnliche Tragödien in der Zukunft zu verhindern.

Hinweis: Das Thema Wehrpflicht in Taiwan ist äußerst sensibel. Angesichts der Bedrohung durch China wurde die Dauer des verpflichtenden Wehrdienstes kürzlich von 4 Monaten auf ein Jahr verlängert, was Spannungen unter einem Teil der Jugend ausgelöst hat.

Zur Erinnerung: Im Sommer griff in München eine Frau Passanten mit einem Messer an. Die Angreiferin konnte zwei Passanten verwunden, bevor sie von den Polizisten erschossen wurde.

Diese Tragödie unterstreicht die Wichtigkeit von Vorsicht und der Bereitschaft auf extreme Situationen. Solche Vorfälle können Katalysatoren für verstärkte Sicherheitsmaßnahmen und die Diskussion über sensible Themen sein, einschließlich der Wehrpflicht in Taiwan, die es dem Land ermöglicht, Ordnung und Frieden in der Gesellschaft aufrechtzuerhalten.


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