Studie enthüllt: Plug-in-Hybride verbrauchen dreimal mehr Sprit als angegeben.
Fraunhofer-Institut legt Analyse vor
Nach Angaben von Novyny.live: Eine großangelegte Untersuchung des Fraunhofer-Instituts kommt zu einem ernüchternden Ergebnis für Plug-in-Hybridfahrzeuge (PHEV). Die Auswertung von Daten über eine Million solcher Autos aus den Jahren 2021 bis 2023 zeigt, dass ihre Besitzer im realen Betrieb deutlich mehr Benzin verbrauchen als von den Herstellern offiziell angegeben.
Der durchschnittliche Kraftstoffverbrauch lag bei 5,9 Litern auf 100 Kilometern. Dieser Wert übertrifft die Herstellerangaben von 1,57 Litern pro 100 Kilometer um das Dreifache. Ein Grund dafür ist die seltene Nutzung des Elektromodus, der nur in etwa 40 Prozent der Fahrten aktiviert wird. Selbst in diesem Modus liegt der Benzinverbrauch im Schnitt noch bei 2,8 Litern. Bei nahezu entladenem Akku steigt er sogar auf bis zu 2,98 Liter an.
Folgen für Verbraucher und Politik
Die Studie stellt die Glaubwürdigkeit der offiziellen Verbrauchswerte fundamental infrage. Interessant ist, dass Fahrer von Fahrzeugen preiswerterer Marken ihre Hybride häufiger aufladen als Besitzer von Luxusmodellen. Dies verdeutlicht, wie sehr das Nutzerverhalten die Effizienz beeinflusst. Für potenzielle Käufer sind realistischere Verbrauchsdaten daher entscheidend.
Die Ergebnisse haben erhebliche Konsequenzen, da viele Verbraucher aus Kostengründen und mit dem Ziel, umweltfreundlicher unterwegs zu sein, zu einem Plug-in-Hybrid greifen. Die deutlich höheren realen Kraftstoffkosten könnten Kaufentscheidungen beeinflussen und fordern strengere Überprüfungsstandards für Herstellerangaben heraus.
Der gestiegene Druck auf mehr Transparenz wird wahrscheinlich auch regulatorische Anpassungen im Umgang mit Hybrid- und Elektrofahrzeugen nach sich ziehen.
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