Südkorea rüstet massiv auf: 11.000 Drohnen für die Armee – und was das für den Krieg in der Ukraine bedeutet.
Südkorea setzt auf eine Drohnenoffensive
Nach Angaben von Espreso.tv: Die südkoreanische Armee steht vor einer grundlegenden Modernisierung: Bis zum Jahr 2026 soll die Truppe mit rund 11.000 unbemannten Luftfahrzeugen ausgestattet werden. Hinzu kommt die Beschaffung von über 20.000 kostengünstigen Einweg-Drohnen. Verteidigungsminister An Gyu-bek erklärte dazu, die Drohne solle künftig zur
„zweiten persönlichen Waffe“jedes Soldaten werden. Damit reagiert Seoul auf die Lehren aus aktuellen Konflikten, in denen preiswerte Drohnen eine immer größere Rolle spielen.
Abwehrsysteme als zweite Säule der Strategie
Parallel zum Aufbau der Drohnenflotte investiert Südkorea massiv in die Abwehr feindlicher Drohnen. Geplant sind unter anderem Laserwaffen und leistungsstarke Mikrowellensysteme. Bei der Entwicklung dieser neuen Fähigkeiten beruft sich das südkoreanische Verteidigungsministerium ausdrücklich auf die Erfahrungen aus der Ukraine und dem Nahen Osten. Minister An Gyu-bek betonte, dass
„günstige Drohnen in großer Stückzahl die Natur des Krieges fundamental verändern“. Diese Einschätzung teilen auch viele Militärexperten weltweit.
Interessant ist zudem ein Blick auf die wirtschaftliche Seite: Ukrainische Drohnenhersteller haben längst den asiatischen Markt als neues Absatzgebiet ins Visier genommen. Ein weiteres Zeichen für die wachsende Bedeutung dieser Technologie lieferten die USA, die ukrainische Marinedrohnen vom Typ Magura im Indopazifik getestet haben. All dies zeigt, dass Südkorea mit seiner Strategie einen globalen Trend aufgreift.
Die südkoreanische Initiative ist Teil eines weltweiten Umdenkens in der Militärstrategie, bei dem unbemannte Systeme in den Mittelpunkt rücken. Moderne Streitkräfte setzen zunehmend auf Drohnen, um die Schlagkraft zu erhöhen und gleichzeitig Kosten zu senken. Die Entwicklungen in Südkorea könnten daher weit über die asiatische Region hinaus Signalwirkung entfalten und die Art der Kriegsführung nachhaltig prägen.
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