Steuern und Pacht für Grundbesitz in der Ukraine: Wer zahlt was?.
Wer muss in der Ukraine für Land zahlen?
Nach Angaben von Novyny.live: Die Nutzung von Landflächen in der Ukraine ist grundsätzlich kostenpflichtig. Die rechtlichen Grundlagen dafür finden sich im Land- und im Steuergesetzbuch. Während Grundeigentümer eine Grundsteuer entrichten, müssen Pächter von staatlichen oder kommunalen Flächen eine Pacht zahlen. In Ausnahmesituationen kann man zwar von Zusatzforderungen befreit werden, die Hauptsteuerschuld bleibt jedoch grundsätzlich bestehen.
Das Landgesetzbuch verankert das Prinzip der Kostenpflichtigkeit als Basis aller Landnutzungsverhältnisse. Konkretisiert wird dies im Steuergesetzbuch: Die Abgabe für ein Landstück umfasst sowohl die Grundsteuer als auch eventuelle Pachtzahlungen. Zur Zahlung der Grundsteuer verpflichtet sind nicht nur die Eigentümer von Parzellen, sondern auch Inhaber von Landanteilen (sogenannten "Pajen") sowie Nutzer mit dauerhaften Nutzungsrechten. Die Pacht für staatliche oder kommunale Flächen ist vertraglich geregelt und muss von den Pächtern geleistet werden.
Konsequenzen bei Verstößen und Sonderregelungen
Verstöße gegen die Steuervorschriften werden mit Geldstrafen und Säumniszuschlägen geahndet. Unter bestimmten Voraussetzungen kann man jedoch von diesen finanziellen Sanktionen befreit werden. Entscheidend ist der Nachweis höherer Gewalt durch ein Zertifikat der Handels- und Industriekammer. Wichtig zu wissen: Die Ausrufung des Kriegsrechts führt nicht automatisch zu einem Zahlungsaufschub oder einer Stundung.
Selbst bei anerkanntem Fall höherer Gewalt muss die eigentliche Grundsteuerschuld weiter beglichen werden. Eine Befreiung von den Zusatzkosten setzt zwei Bedingungen voraus:
- Der Fall höherer Gewalt muss die Zahlungsfähigkeit unmittelbar beeinträchtigt haben.
- Es muss ein kausaler Zusammenhang zwischen dem Ereignis und der Zahlungsunfähigkeit bestehen.
Der Nachweis erfolgt ausschließlich über das genannte Kammerzertifikat. Liegt dieses vor, können Strafen und Säumniszuschläge entfallen – die Hauptforderung der Grundsteuer bleibt jedoch bestehen. Diese Regelungen sind für alle Landeigentümer und -pächter von großer Bedeutung, da sie die finanziellen Verpflichtungen klar definieren. Das Wissen um mögliche Härtefallregelungen kann in Extremsituationen wie Naturkatastrophen helfen, zusätzliche finanzielle Belastungen zu vermeiden. Die Pflicht zur Zahlung der Grundsteuer selbst bleibt davon jedoch unberührt.
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