Russland erhöht Mehrwertsteuer auf 22 Prozent – Folgen für Wirtschaft und Bürger.

Russland erhöht Mehrwertsteuer auf 22 Prozent – Folgen für Wirtschaft und Bürger
Russland erhöht Mehrwertsteuer auf 22 Prozent – Folgen für Wirtschaft und Bürger

Mehrwertsteuererhöhung in Russland beschlossen

Nach Angaben von UATV: Die russische Regierung hat eine Erhöhung der Mehrwertsteuer von 20 auf 22 Prozent für das Jahr 2026 beschlossen. Dieser Schritt erfolgt vor dem Hintergrund einer sich verschlechternden Wirtschaftslage, die durch internationale Sanktionen und sinkende Einnahmen aus dem Ölexport verursacht wird. Experten zufolge könnte diese Steueranpassung erhebliche Auswirkungen auf den Staatshaushalt haben, da die Rücklagen des Nationalen Wohlfahrtsfonds stark geschrumpft sind.

Hintergründe der angespannten Haushaltslage

Die wirtschaftliche Situation in Russland gibt zunehmend Anlass zur Sorge. Wie der Experte Oleg Pendzin am 1. Februar 2023 im Sender FREEДОM ausführte, verdrängen US-Akteure Russland zunehmend vom Ölmarkt, was die Verkaufsmengen russischen Öls reduziert. Im Jahr 2022 beliefen sich die Mittel des Nationalen Wohlfahrtsfonds noch auf 12,5 Billionen Rubel. Inzwischen sind die Reserven stark zurückgegangen und umfassen nur noch etwa 100 Tonnen Gold, nachdem es zuvor 550 Tonnen waren.

Für das Jahr 2025 werden direkte Einnahmen aus dem Ölexport voraussichtlich 35 Prozent des russischen Staatsbudgets ausmachen. Dies unterstreicht die überragende Bedeutung dieses Sektors für die Finanzierung staatlicher Ausgaben. Da die Verkaufsmengen russischen Öls jedoch weiter sinken dürften, wird die Haushaltslage zunehmend kritisch. Pendzin wies darauf hin, dass die russische Führung versucht, das Haushaltsdefizit durch Steuererhöhungen zu decken. Dies werde die wirtschaftliche Lage jedoch nicht verbessern, sondern im Gegenteil weiter verschärfen.

Die Mehrwertsteuererhöhung dürfte die Bürger zusätzlich belasten, da sie zu steigenden Preisen für Waren und Dienstleistungen führen wird. Vor diesem Hintergrund ist es wichtig, die weiteren wirtschaftspolitischen Maßnahmen des Landes und deren Auswirkungen auf den Lebensstandard der Bevölkerung genau zu verfolgen.

Die Steigerung der Mehrwertsteuer könnte die bereits bestehenden wirtschaftlichen Schwierigkeiten für die russische Bevölkerung verstärken, die bereits mit Inflation und einem sinkenden Lebensstandard konfrontiert ist. Angesichts schwindender Ölexporteinnahmen, der wichtigsten Einnahmequelle des Staates, muss Russland neue Wege zur Finanzierung seiner Ausgaben finden. Dies könnte weitere Änderungen im Steuersystem und in der Sozialpolitik nach sich ziehen.

Oleg Pendzin: 'Amerikanische Akteure verdrängen die Russen aktiv vom Ölmarkt, was zu einem Rückgang der Verkaufsmengen russischen Öls führt.'

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