Polen stoppt MiG-29-Lieferung an die Ukraine: Abkommen gescheitert.
Ausmusterung der polnischen MiG-29
Nach Angaben von Espreso.tv: Das polnische Verteidigungsministerium hat entschieden, die verbliebenen MiG-29-Kampfflugzeuge schrittweise außer Dienst zu stellen, anstatt sie wie geplant an die Ukraine zu übergeben. Grund hierfür ist das Scheitern einer zuvor getroffenen Vereinbarung mit der ukrainischen Seite. Bereits im Jahr 2023 hatte Polen 14 dieser Maschinen an Kiew geliefert. Eine weitere Übergabe war jedoch an die Bedingung geknüpft, dass Polen im Gegenzug neue US-amerikanische F-35-Kampfjets erhält.
Der F-35-Vertrag
Der Vertrag über die Lieferung von 32 F-35-Kampfjets wurde bereits 2020 unterzeichnet. Die ersten Maschinen sollen Ende 2024 in Polen eintreffen. Ursprünglich war geplant, den Restbestand der polnischen MiG-29 nach Eintreffen der neuen Jets an die Ukraine zu übergeben. Doch die Rahmenbedingungen haben sich inzwischen geändert.
„Die Ukraine hat offenbar die versprochenen Drohnentechnologien nicht mit uns geteilt.“ — Pawel Zalewski, stellvertretender polnischer Verteidigungsminister
Dieser Punkt wird als einer der Hauptgründe für das Scheitern des Tauschgeschäfts genannt. Wladyslaw Kosiniak-Kamysz, ebenfalls Vertreter des polnischen Verteidigungsministeriums, betonte:
„Der Grund ist, dass das Austauschabkommen nie funktioniert hat.“Diese Entwicklung zwang die Regierung zu dem Schritt, die MiG-29 auszumustern. Die Entscheidung spiegelt eine strategische Neuausrichtung Polens angesichts der aktuellen geopolitischen Lage wider.
Die Außerdienststellung der MiG-29 zeigt, dass Polen seine Verteidigungsprioritäten im Hinblick auf die bevorstehenden Lieferungen der hochmodernen F-35-Kampfjets überdenkt. Gleichzeitig deutet dies auf eine Verschiebung in der Kooperationsstrategie mit der Ukraine hin, insbesondere da eingegangene Technologieversprechen nicht eingehalten wurden. Als wichtiger Verbündeter der Ukraine fokussiert sich Polen nun stärker auf die Modernisierung seiner eigenen Streitkräfte, was zukünftige militärische Hilfen für das Nachbarland beeinflussen könnte.
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