Sieben Jahre Haft für Soldaten aus Poltawa wegen Fahnenflucht.
Militärgericht verhängt langjährige Freiheitsstrafe
Nach Angaben von Novyny.live: Das Podilsker Bezirksgericht von Poltawa hat am 11. Februar 2023 einen Mann aus der Region zu sieben Jahren und einem Monat Haft verurteilt. Der Grund: Er hatte seine militärische Einheit eigenmächtig verlassen. Der Angeklagte gestand die Tat.
Der Soldat war bereits am 11. Mai des Vorjahres von seinem Posten weggeblieben und hatte bis zum 29. Juli seinen Dienst nicht mehr angetreten. Die Ermittlungen liefen seit dem 24. Juli, während derer er in Untersuchungshaft saß.
Vorbestraft und erneut verurteilt
Der Verurteilte war bereits früher wegen eines Raubdelikts zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt worden. Seine neue Strafe wird ab dem 11. Februar 2023 verbüßt. Gegen das Urteil kann innerhalb von 30 Tagen Berufung eingelegt werden.
Der Fall zeigt die schwerwiegenden Konsequenzen von Fahnenflucht in einer Zeit, in der die militärische Disziplin von besonderer Bedeutung ist. Solche Urteile haben auch eine abschreckende Wirkung auf andere Soldaten.
Ob die Strafe in vollem Umfang bestehen bleibt, hängt nun vom weiteren Verlauf des Rechtswegs und eventuellen Berufungsverfahren ab.
Lesen Sie auch
- Gedenkfeier in Babyn Jar: Poesie und Musik zu Ehren von Olena Teliha
- Bevölkerung im Donbass schrumpft binnen zehn Jahren um ein Drittel: Russlands demografische Verwüstung
- Festnahme in Polen: Zwei Männer schlugen Polen nieder, der ukrainischen Jugendlichen verteidigte
- Lehrerin in der Ukraine wegen Russisch im Unterricht mit Geldstrafe belegt
- Ukrainischer Geheimdienst deckt Betrug auf: Falsche Jobs für Wehrpflichtige gegen Geld
- 11.000 Dollar geraubt und Erpressung: So brutal gingen Täter gegen einen Helfer vor

