Poroschenko über den Krieg in der Ukraine: Putin stoppt nur, wenn er auf eine Mauer trifft.
Krieg und Frieden: Die Einschätzung von Petro Poroschenko
Nach Angaben von Espreso.tv: Petro Poroschenko, Vorsitzender der Partei Europäische Solidarität, hat seine Sicht auf den aktuellen Kriegsverlauf dargelegt. Er betont, dass Russland kein Interesse an einer friedlichen Lösung habe und dass die Ukraine selbst aktiv werden müsse, um eine Waffenruhe zu erzwingen. Laut Poroschenko sei die Ukraine dem Frieden in den letzten vier Jahren nie näher gewesen als jetzt, doch die Lage bleibe angespannt. In der Nacht zum 2. Juni führten russische Besatzer einen massiven Raketen- und Drohnenangriff auf die Ukraine durch, bei dem es in der Hauptstadt und in Dnipro Tote gab, während in der Region Kiew und in Charkiw Menschen verletzt wurden.
Der Politiker stellte klar, dass der Kriegsverlauf nicht allein vom Willen des Diktators abhänge, sondern auch von der Aktivität und den strategischen Entscheidungen der Ukraine. Er unterstrich, dass
„die Zeit der Drohnendiplomatie gekommen ist“– ein Hinweis auf die Notwendigkeit neuer Ansätze zur Konfliktlösung. Zudem vertrat er die Ansicht, dass Putin katastrophal an Manpower mangele, was den Verlauf der Kampfhandlungen beeinflussen könnte.
Internationale Lage und Mobilmachung
Darüber hinaus wies Poroschenko auf die internationale Situation hin und bemerkte, dass die Vereinigten Staaten in eine Phase der Zwischenwahlen zum Kongress eintreten. Er erklärte:
„Wir müssen nüchtern verstehen, dass die Ukraine für den amerikanischen Wähler nicht das einzige Thema sein wird“– dies könnte die Unterstützung der USA für die Ukraine angesichts der anhaltenden Aggression Russlands beeinflussen.
Poroschenko äußerte sich auch zur möglichen Mobilmachung und meinte, dass der Kreml kurz davor stehe, eine solche zu verkünden. Er ist der Überzeugung, dass
- „Putin dort stoppt, wo er auf eine Mauer trifft, die er nicht durchbrechen kann“
Die Äußerungen Poroschenkos machen deutlich, wie wichtig eine proaktive Haltung der Ukraine im Krieg ist und dass eine Anpassung der Strategie an die sich verändernde internationale Politik erforderlich ist. Die Hilfe internationaler Partner, insbesondere der USA, könnte den weiteren Verlauf maßgeblich beeinflussen – vor allem vor dem Hintergrund der bevorstehenden Wahlen. Die Situation bleibt dynamisch, und für die Ukraine ist es entscheidend, die strategische Initiative zu behalten, um die vorhandenen Chancen für einen Frieden bestmöglich zu nutzen.
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