Wer wirklich die Lage in Belarus bestimmt: Portnikow sieht Gefahr für die Ukraine.
Moskaus Griff nach Belarus: Putins Rolle im Fokus
Nach Angaben von Espreso.tv: Der Journalist Witali Portnikow hat klargestellt, dass nicht Machthaber Alexander Lukaschenko, sondern Kremlchef Wladimir Putin die entscheidende Hand in Belarus hat. Diese Entwicklung, so warnt er, könnte für die Ukraine bedrohlich werden – etwa durch mögliche Raketen- oder Drohnenangriffe von belarussischem Boden aus. Seine Einschätzung gewinnt vor dem Hintergrund einer Aussage von Andrij Demtschenko, dem Sprecher des ukrainischen Grenzschutzes, an Brisanz: Am 29. Mai berichtete dieser von verstärktem Druck Moskaus auf Minsk, um Belarus in den Krieg gegen die Ukraine zu ziehen.
Portnikow erinnerte zudem daran, dass Lukaschenko dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj bereits 2022 geraten haben soll, die Ölraffinerie in Mosyr anzugreifen. Dies zeige, wie ernst die Lage in Belarus für die Sicherheit der Ukraine tatsächlich sei.
'Nicht Lukaschenko, sondern Putin bestimmt, was im belarussischen Staat geschieht.' — Witali Portnikow
Der Journalist betonte, dass solche Fakten erst dann diskutiert werden sollten, wenn sie Realität werden – und nicht schon dann, wenn Politiker sie nur aussprechen. Diese Haltung unterstreiche, wie wichtig es sei, die tatsächliche Situation in der Region zu erkennen und ihre möglichen Folgen für Nachbarländer wie die Ukraine realistisch einzuschätzen. Die Lage in Belarus bleibe angespannt und erfordere wachsame Beobachtung durch die internationale Gemeinschaft.
Portnikows Analyse verdeutlicht, wie stark Russlands Einfluss auf die Innenpolitik von Belarus ist – ein Umstand, der weitreichende Konsequenzen für die regionale Stabilität haben kann. Angesichts der jüngsten Entwicklungen müsse die Ukraine besonders wachsam gegenüber Bedrohungen aus Belarus sein. Jede Eskalation des Konflikts könnte die ukrainische Verteidigung vor neue Herausforderungen stellen. Für die Ukraine und die internationale Gemeinschaft bleibt Belarus daher ein zentraler Brennpunkt, der die Sorge um die Stabilität in der Region nährt.
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