Fast eine Million veruntreut: Skandal um Mauerbau im Kiewer Park „Posnjaky“.
Korruptionsfall bei der Kiewer Grünflächenbehörde
Nach Angaben von Novyny.live: Zwei leitende Angestellte des kommunalen Grünflächenverbands „Kyivzelenbud“ stehen im Zentrum eines Korruptionsskandals. Ihnen wird vorgeworfen, über 928.000 Griwna veruntreut zu haben – und zwar bei der angeblichen Sanierung einer Stützmauer im Park „Posnjaky“. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Reparaturarbeiten nie stattfanden. Stattdessen sollen die Beschuldigten gefälschte Abnahmeprotokolle unterzeichnet haben, um die Scheinmaßnahme zu decken.
Der entstandene Schaden für den städtischen Haushalt beläuft sich auf mehr als 928.000 Griwna. Die mutmaßliche Straftat wurde im Jahr 2024 begangen. Damals hatte eine Firma den Zuschlag für die Sanierung erhalten, der Gesamtwert des Auftrags lag bei 3,4 Millionen Griwna. Nun wurde einem ehemaligen stellvertretenden Leiter von „Kyivzelenbud“ sowie dem Leiter der Abteilung für technische Begleitung offiziell der Tatverdacht mitgeteilt.
Strafrahmen und laufende Ermittlungen
Die Vorwürfe stützen sich auf die Artikel 191 und 27 des ukrainischen Strafgesetzbuches. Im Falle einer Verurteilung drohen den Beschuldigten bis zu zwölf Jahre Haft. Die Polizei hat ihre Ermittlungen ausgeweitet, um mögliche weitere Beteiligte an der betrügerischen Aktion zu identifizieren. Die Strafverfolgungsbehörden prüfen den Fall derzeit intensiv, um ähnliche Vorfälle in Zukunft zu verhindern und alle Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.
Dieser Fall reiht sich ein in eine verstärkte Anti-Korruptionskampagne in der Ukraine, die im Zuge von Reformen im öffentlichen Dienst an Fahrt gewinnt. Die Aufdeckung solcher Vorfälle gilt als wichtiger Schritt, um das Vertrauen der Bürger in die staatlichen Institutionen wiederherzustellen. Gleichzeitig unterstreicht der Skandal die dringende Notwendigkeit, die Kontrolle bei der Vergabe und Abwicklung öffentlicher Aufträge zu verschärfen.
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