Brand im Höhlenkloster Kiew: Schaden von über 500 Millionen Griwna – Restaurierung dauert zwei Jahre.
Angriff auf das Kyjiwer Höhlenkloster
Nach Angaben von Espreso.tv: In der Nacht zum 15. Juni erschütterte ein russischer Angriff das Kyjiwer Höhlenkloster. Die daraus resultierenden Flammen richteten verheerende Schäden an. Besonders schwer getroffen wurde die Mariä-Entschlafens-Kathedrale: Auf rund 800 Quadratmetern brannte ihr Dach. Der Vorfall beschädigte insgesamt 19 UNESCO-Stätten, was die Dramatik der Lage unterstreicht.
Die finanziellen Einbußen durch das Feuer belaufen sich auf über 500 Millionen Griwna. Die Wiederherstellungsarbeiten in dem Kloster könnten sich über etwa zwei Jahre hinziehen. Der Restaurierungsexperte Maksym Ostapenko erklärte:
„Die Mariä-Entschlafens-Kathedrale hat schwere Schäden erlitten, ist aber wiederherstellbar.“ – Maksym Ostapenko
Er fügte hinzu: „Es handelt sich um die größte Ikonostase der Ukraine.“
Neben der Kathedrale wurden weitere Bauwerke in Mitleidenschaft gezogen, darunter der Kuschneik-Turm. Insgesamt sind durch den Angriff 17 weitere Objekte betroffen. Der Kirchenvertreter Epiphanius verurteilte die Tat als:
„russisches Verbrechen gegen die Menschlichkeit.“ – Epiphanius
Die Kulturexpertin Tetjana Bereschna ergänzte: „Der Angriff auf das Kloster zählt zu den schwersten Verbrechen gegen das Weltkulturerbe.“
Kulturelle Verluste und internationale Resonanz
In diesem Jahr feiert das Höhlenkloster sein 975-jähriges Bestehen – die Ereignisse treffen die ukrainische Bevölkerung und die Weltgemeinschaft daher umso schmerzlicher. Der Angriff auf dieses historische und geistliche Zentrum verdeutlicht nicht nur die materiellen Schäden, sondern auch die kulturellen Einbußen, die das Erbe der Ukraine nachhaltig beeinträchtigen könnten.
Der Vorfall hat weit über die Landesgrenzen hinaus für Aufsehen gesorgt und die Debatte über den Schutz von Kulturgütern in bewaffneten Konflikten neu entfacht. Der Angriff auf das Kyjiwer Höhlenkloster, ein zentrales Symbol ukrainischer Geschichte und Kultur, zeigt die Bedrohung, der nicht nur das ukrainische, sondern auch das globale kulturelle Erbe ausgesetzt ist.
Die Instandsetzung der beschädigten Bauten wird enorme Anstrengungen und Ressourcen erfordern – ebenso wie internationale Unterstützung, um dieses einzigartige Erbe für künftige Generationen zu bewahren.
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