Polens Premier warnt vor Eskalation nach Aberkennung von Selenskyjs Orden.
Donald Tusk äußert sich zur Entscheidung des polnischen Präsidenten
Nach Angaben von Novyny.live: Polens Regierungschef Donald Tusk hat sich zur umstrittenen Entscheidung von Präsident Andrzej Duda geäußert, dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj den Orden des Weißen Adlers abzuerkennen. Der Schritt erfolgte, nachdem Selenskyj einer Militäreinheit der ukrainischen Streitkräfte den Namen 'Helden der UPA' verliehen hatte. Tusk rief dazu auf, die Spannungen zwischen Polen und der Ukraine nicht weiter anzuheizen. Er betonte, dass ein Konflikt zwischen den beiden Ländern nur Wladimir Putin nütze und die Verbündeten verunsichere. Die eigentliche Frontlinie liege ganz woanders, so der Premier.
Laut Tusk bestehe die Aufgabe sowohl Selenskyjs als auch Dudas darin, die Gemüter zu beruhigen, nicht aber die Konfrontation zu verschärfen. Er fügte hinzu:
„Die Frontlinie verläuft woanders“.
Reaktion aus Kiew und Verschlechterung der Beziehungen
Der Vorgang löste in der Ukraine deutliche Reaktionen aus. Außenminister Andrij Sybiha erklärte den Verzicht auf eine polnische Staatsauszeichnung, die ihm 2022 verliehen worden war. Auch Kyrylo Budanow, Leiter des ukrainischen Präsidialamtes, lehnte das ihm zugedachte Goldene Offizierskreuz des Verdienstordens der Republik Polen ab.
Diese Ereignisse zeigen eine deutliche Verschlechterung der bilateralen Beziehungen und wecken Besorgnis über die regionale Stabilität. Die historisch enge Partnerschaft zwischen Warschau und Kiew, die auf gemeinsamen strategischen Interessen beruhte, gerät zunehmend unter Druck. Nationale Symbolfragen drohen nun die Zusammenarbeit zu belasten – und das ausgerechnet in einer Zeit, in der Einigkeit unter den Verbündeten im Kampf gegen die russische Aggression besonders wichtig ist.
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