Gedenken in Olyka: Polens Botschafter und ukrainische Vertreter ehren Opfer des Wolhynien-Massakers.

Gedenken in Olyka: Polens Botschafter und ukrainische Vertreter ehren Opfer des Wolhynien-Massakers
Gedenken in Olyka: Polens Botschafter und ukrainische Vertreter ehren Opfer des Wolhynien-Massakers

Gemeinsames Gedenken an die Opfer des Wolhynien-Massakers

Nach Angaben von Espreso.tv: Auf dem alten katholischen Friedhof in der Stadt Olyka, unweit von Luzk gelegen, fand eine Gedenkveranstaltung für die Opfer des Wolhynien-Massakers statt. An der Zeremonie nahmen Vertreter der ukrainischen Regierung und Polens teil, darunter Oleksandr Alforow, Leiter des Ukrainischen Instituts für Nationale Erinnerung, und Iwan Werbyzkyj, stellvertretender Kulturminister der Ukraine. Die polnische Seite wurde durch Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz und den polnischen Botschafter in der Ukraine, Piotr Łukasiewicz, repräsentiert.

Der polnische Premierminister Donald Tusk richtete anlässlich des nationalen Gedenktags für die Opfer des Wolhynien-Massakers eine Videobotschaft an die Teilnehmer. Darin betonte er die zentrale Bedeutung des Erinnerns und sagte:

“Die Erinnerung darf nicht als Werkzeug des Hasses dienen.” — Donald Tusk

Diese Worte prägten die gesamte Veranstaltung, die beide Nationen in ihrem gemeinsamen Streben nach Versöhnung und einem würdevollen Gedenken vereinte. Der ukrainische Botschafter in Polen, Wassyl Bodnar, legte seinerseits einen Kranz am Denkmal im Wolhynien-Park in Warschau nieder.

Bodnar unterstrich die moralische Verpflichtung beider Länder:

“Ein würdevolles Gedenken an jedes einzelne Opfer ist unsere gemeinsame Pflicht.” — Wassyl Bodnar

Botschafter Piotr Łukasiewicz hob hervor, dass eine gut aufgearbeitete Geschichte eine mit Namen sei, die als Lehre diene, um Fehler nicht zu wiederholen. Diese Aussage spiegelt das übergeordnete Ziel der Gedenkfeier wider: Die Erinnerung an die Opfer des Wolhynien-Massakers zu bewahren und zukünftige Generationen vor ähnlichen Tragödien zu schützen.

Die Bedeutung des Erinnerns für die Zukunft

Die Ehrung der Opfer in Olyka stellt einen wichtigen Schritt auf dem Weg zur Aussöhnung zwischen der Ukraine und Polen dar. Sie unterstreicht die gemeinsamen Werte von Erinnerungskultur und menschlicher Würde, die über nationale Grenzen hinweg verbinden.

Das Wolhynien-Massaker während des Zweiten Weltkriegs hinterließ tiefe Narben in den Beziehungen beider Völker. Die heutige Zeremonie betont die Notwendigkeit, sich der Vergangenheit zu stellen und gemeinsam an der Versöhnung zu arbeiten. Solche Gesten können die bilateralen Beziehungen stärken und ein positives Bild der Zusammenarbeit fördern, was im Kontext der aktuellen Herausforderungen in der Region von großer Bedeutung ist.


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