Finnlands Präsident rechnet mit bis zu vier weiteren Kriegsmonaten und fordert NATO zu 5-Prozent-Verteidigungsausgaben auf.

Finnlands Präsident rechnet mit bis zu vier weiteren Kriegsmonaten und fordert NATO zu 5-Prozent-Verteidigungsausgaben auf
Finnlands Präsident rechnet mit bis zu vier weiteren Kriegsmonaten und fordert NATO zu 5-Prozent-Verteidigungsausgaben auf

Wie lange der Ukraine-Krieg noch dauern könnte

Nach Angaben von Novyny.live: Der finnische Präsident Alexander Stubb geht davon aus, dass der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine noch mindestens drei bis vier Monate andauern wird. Er widerspricht dabei Warnungen, wonach Russland einen Angriff auf NATO-Staaten vorbereite – solche Anzeichen seien aus dem Kreml nicht erkennbar. Stubb betont, Moskau wolle Europa und seine Länder vielmehr destabilisieren. Dies sei Teil einer hybriden Strategie, die darauf abziele, die Europäer selbst von einer angeblichen russischen Angriffsgefahr überzeugen zu lassen.

Mehr Geld für die Verteidigung nötig

Der finnische Staatschef dringt zudem auf stärkeren Druck gegen Russland. Mit Blick auf die Sicherheitslage in Europa fordert er, dass die NATO-Staaten bis zum Jahr 2035 fünf Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung ausgeben. Diese Forderung unterstreicht, wie wichtig gemeinsame Anstrengungen zur Stärkung der Bündnisverteidigung angesichts heutiger Herausforderungen sind. Um den Kontext zu verdeutlichen: Bisher liegt das NATO-Ziel bei zwei Prozent, und nur wenige Mitglieder erreichen diesen Wert.

Parallel zu diesen Debatten ist der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nach Brüssel gereist, um an der Sitzung der Kontaktgruppe zur Verteidigung der Ukraine teilzunehmen. Dies zeigt, wie aktiv die internationale Zusammenarbeit zur Unterstützung der Ukraine während des anhaltenden Krieges ist.

Die Einschätzung des finnischen Präsidenten zur Kriegsdauer in der Ukraine und seine Aussage, von Russland gehe keine unmittelbare Bedrohung aus, deuten auf eine gewisse Zuversicht hin. Gleichzeitig verdeutlicht sein Appell für höhere Verteidigungsausgaben innerhalb der NATO die Ernsthaftigkeit der europäischen Sicherheitsherausforderungen.

Alexander Stubb

Selenskyjs Besuch in Brüssel für das Treffen der Kontaktgruppe unterstreicht zudem, wie wichtig die internationale Unterstützung für die Ukraine in dieser schwierigen Lage ist. Dies könnte die künftigen Entscheidungen westlicher Partner über militärische Hilfe für die Ukraine maßgeblich beeinflussen.


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