Präsident stößt Gründung eines Nationalen Pantheons an: Wer hat Chancen auf Aufnahme und nach welchen Regeln?.
Gesetzesentwurf zum Nationalen Pantheon
Nach Angaben von Espreso.tv: Der ukrainische Volksabgeordnete Mykyta Poturajew erläuterte einen Gesetzesentwurf zur Schaffung eines Nationalen Pantheons. Dieser Entwurf legt fest, nach welchen Kriterien Persönlichkeiten aufgenommen werden können, wie die zuständige Kommission gebildet wird und wer Vorschläge einreichen darf. Das Gesetz entsteht auf Initiative von Präsident Wolodymyr Selenskyj, der die entsprechenden Vorlagen am 28. Juni in der Werchowna Rada einbrachte. Ziel ist es, eine einheitliche und transparente Grundlage für die Ehrung bedeutender Persönlichkeiten zu schaffen.
Ablauf der Pantheonisierung
Nach dem Entwurf erhält das Kabinett sechs Monate Zeit, um nach Verabschiedung des Gesetzes die nötigen Regelwerke zu erarbeiten. Vorschläge für die Aufnahme in das Nationale Pantheon können eingereicht werden von:
- dem Präsidenten der Ukraine
- dem Kabinett der Minister
- der Werchowna Rada
- Bürgern über elektronische Petitionen
Über jede Person wird nach einer öffentlichen Diskussion einzeln entschieden. Der endgültige Beschluss zur Pantheonisierung obliegt der Werchowna Rada, die hierfür das Gesetz über das Nationale Pantheon ändern muss.
„Das Gesetz ist absolut einfach und transparent: Es legt die Kriterien für diejenigen fest, die pantheonisiert werden können.“ – Mykyta Poturajew
Poturajew betonte zudem: „Vier Instanzen können Kandidaten vorschlagen“ und „über jede Person wird separat entschieden, es gibt keine kollektiven Listenentscheidungen“. Diese Regelungen sollen die Offenheit und Objektivität des Verfahrens in der Ukraine gewährleisten. Die Einführung öffentlicher Diskussionen unterstreicht den Anspruch, die Bevölkerung in bedeutende nationale Entscheidungen einzubeziehen.
Die Initiative zur Errichtung des Nationalen Pantheons ist ein wichtiger Schritt, um herausragende Persönlichkeiten zu würdigen, die das Land maßgeblich geprägt haben. Der Gesetzesentwurf, der nun im Parlament beraten wird, zielt darauf ab, klare Richtlinien für die Aufnahme zu schaffen. Dies könnte das Vertrauen der Gesellschaft in den Prozess stärken und die Wertschätzung nationaler Vorbilder fördern.
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