Boden unter dem eigenen Haus: So läuft die Privatisierung ab 2026.

Boden unter dem eigenen Haus: So läuft die Privatisierung ab 2026
Boden unter dem eigenen Haus: So läuft die Privatisierung ab 2026

Wer kann den Grund unter seinem Haus übernehmen und welche Regeln gelten?

Nach Angaben von Novyny.live: In der Ukraine bleibt die Frage der Privatisierung von Grundstücken unter Wohnhäusern auch während des anhaltenden Kriegsrechts aktuell. Ab dem Jahr 2026 erhalten Eigentümer von rechtmäßig errichteten Häusern die Möglichkeit, den Boden darunter zu privatisieren. Dieses Vorhaben stößt auf großes Interesse, da es die Chance bietet, die Fläche, auf der das eigene Heim steht, vollständig zu legalisieren und ins Eigentum zu überführen.

Im Jahr 2022 hat der Staat die kostenlose Vergabe von Landparzellen ausgesetzt, was einen wichtigen Hintergrund für die Privatisierungsdebatte bildet. Das Gesetz sieht jedoch weiterhin bestimmte Normen für eine gebührenfreie Übernahme vor. Die maximal erlaubte Fläche für eine kostenlose Privatisierung hängt vom Typ des Ortes ab:

  • In Dörfern sind bis zu 25 Ar (0,25 Hektar) möglich;
  • In Gemeinden (Siedlungen städtischen Typs) sind es bis zu 15 Ar (0,15 Hektar);
  • In Städten dürfen es nicht mehr als 10 Ar (0,10 Hektar) sein.

Diese Obergrenzen definieren, welche Fläche Bürger im Privatisierungsverfahren beanspruchen können – ein entscheidender Faktor für die künftigen Eigentumsverhältnisse.

Schritt für Schritt zum eigenen Grundstück

Der Ablauf zur Privatisierung einer Parzelle unter einem Haus umfasst mehrere Stufen. Der erste Schritt ist die Suche nach einem zertifizierten Geometer, der bei der Erstellung der notwendigen Unterlagen hilft. Anschließend folgen Vermessung und die Erstellung der technischen Dokumentation, um die genauen Grenzen des Grundstücks festzulegen. Danach wird eine Kadasternummer vergeben, die für die spätere Eintragung des Eigentumsrechts zentral ist. Den Abschluss bildet ein Beschluss der örtlichen Gemeinderatssitzung, gefolgt von der finalen Registrierung des Eigentums im Grundbuch.

Die Privatisierung des Bodens unter Wohnhäusern ist somit ein zentrales Thema für viele Ukrainer, die ihre Besitzverhältnisse absichern wollen. Ab 2026 können Hauseigentümer diese Möglichkeit nutzen, müssen sich dabei aber an die festgelegten Regeln und Verfahren halten. Dieser Schritt dürfte den Immobilienmarkt beeinflussen, da ein klar geregeltes Grundeigentum den Wert von Häusern steigern und Rechtssicherheit schaffen kann. Langfristig könnte dies die Entwicklung der Infrastruktur fördern und die Lebensbedingungen verbessern.


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