Was Mieter beim Verkauf ihrer Wohnung beachten müssen.
Ihre Rechte als Mieter beim Eigentümerwechsel
Nach Angaben von Novyny.live: Wenn eine vermietete Wohnung in der Ukraine verkauft wird, ändert sich für die Mieter in der Regel nichts. Der bestehende Mietvertrag bleibt auch für den neuen Eigentümer vollumfänglich gültig, sofern nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart wurde. Das bedeutet: Der Mieter kann die Wohnung weiterhin zu den vereinbarten Konditionen nutzen.
Ein neuer Vermieter kann weder die Mietdauer noch die Höhe der Miete einseitig ändern. Dazu stellt der Experte Ігор Бузовський klar:
'Bei einem Wechsel des Eigentümers einer Wohnung bleibt der Mietvertrag für den neuen Eigentümer verbindlich.' Ігор Бузовський
Für den Mieter bleibt also alles beim Alten, wenn die Wohnung einen neuen Besitzer findet.
Wichtige Details im Mietvertrag
Besondere Aufmerksamkeit verdienen einige vertragliche Details: Mietverträge mit einer Laufzeit von drei Jahren oder mehr müssen notariell beurkundet und staatlich registriert werden. Hat der vorherige Eigentümer notwendige Instandsetzungen unterlassen, kann der Mieter deren Durchführung oder einen Kostenersatz verlangen. Sollte es zu einem Rechtsstreit kommen, ist zu beachten, dass eine Kündigung und Räumung auch unter Kriegsrecht in der Ukraine möglich ist, wenn der Mieter vertragliche Pflichten verletzt.
Mieter können sich also auch bei einem Eigentümerwechsel auf ihre Rechte berufen. Dies unterstreicht, wie wichtig ein korrekt geschlossener und eingehaltener Mietvertrag ist.
Diese Kenntnis ist für viele Mieter in der Ukraine von großer praktischer Bedeutung, da sich der Immobilienmarkt dynamisch entwickelt und Eigentümerwechsel überraschend kommen können. Wer seine gesetzlichen Ansprüche kennt, ist vor unberechtigten Forderungen geschützt und kann souverän auf Veränderungen reagieren. Ein fundiertes Wissen über die Rechtslage ist der beste Schutz für Mieterinteressen.
Lesen Sie auch
- Erniedrigung in Odessaer Untersuchungsgefängnis: Opfer ist Mitarbeiter des Militärrekrutierungsamts – DBR leitet Ermittlungen ein
- Rund 9.000 Polizisten im Kampfeinsatz: Welche Folgen hat das für die öffentliche Sicherheit in der Ukraine?
- Klage gegen Einberufung gescheitert: Gericht bestätigt Rechtmäßigkeit der Mobilmachung
- Digitalexperte stößt zur Kulturinitiative „Tausend Frühlinge“: Wie die 4 Milliarden Griwna investiert werden sollen
- Mitarbeiter von Militärverwaltungen in der Ukraine: Kein Waffenrecht – wie sie sich bei Mobilisierungen schützen
- 70.000 Dollar für ein Denkmal: Wer finanzierte die Bulgakow-Statue in Kiew?

