Staatsanwaltschaft erhebt Vorwürfe gegen Stadtwerke-Leiter nach tausenden Glätte-Unfällen in Kiew.
Strafrechtliche Ermittlungen nach Massenunfällen
Nach Angaben von Novyny.live: Die Staatsanwaltschaft in Kiew hat wegen tausender Verletzungen durch winterliches Glatteis Strafvorwürfe gegen Führungskräfte kommunaler Betriebe erhoben. Zwischen Dezember 2025 und Februar 2026 suchten tausende Einwohner der ukrainischen Hauptstadt medizinische Einrichtungen auf. Mehr als 6000 Personen erlitten Verletzungen, weil Schnee und Eis nicht ordnungsgemäß beseitigt worden waren.
Unter den Geschädigten ist eine ältere Frau, die sich einen Oberarmbruch zuzog und 240.000 Hrywnja für ihre Behandlung aufbringen musste. Eine weitere Frau brach sich zwei Knochen im linken Unterschenkel (Kosten: 57.000 Hrywnja), eine andere erlitt einen Oberschenkelhalsbruch (45.500 Hrywnja). Ein Mann mit zwei Brüchen im linken Bein zahlte 50.000 Hrywnja, eine Frau mit einem Fersenbeinbruch 24.700 Hrywnja. Die Gesamtschadenssumme durch Unfälle in diesem Zeitraum wird auf fast eine Million Hrywnja beziffert.
Folgen und rechtliche Konsequenzen
Im Dnipro-Bezirk wurden zwei Verkehrsunfälle mit schwer beschädigten Fahrzeugen gemeldet, bei denen fünf Fußgänger verletzt wurden. Im Bezirk Solomjansky reichte ein Geschädigter eine Zivilklage über 500.000 Hrywnja ein. Angesichts dieser Vorfälle hat die Staatsanwaltschaft nun Verdachtsmomente gegen Leiter mehrerer kommunaler Unternehmen formuliert. Die Vorwürfe richten sich konkret gegen:
- den kommissarischen Leiter des Straßenbetriebs (SHEU) des Podil-Bezirks,
- den Leiter des KP 'SHEU des Holosiiv-Bezirks',
- den Direktor des KP 'Kyivvodfond',
- den Leiter des KP 'SHEU des Desnianskyi-Bezirks',
- den kommissarischen Leiter des SHEU des Darnytskyi-Bezirks,
- den kommissarischen Leiter des KP 'SHEU des Solomjansky-Bezirks',
- den Leiter des KP 'SHEU des Pecherskyi-Bezirks',
- den Leiter des KP 'SHEU des Dnipro-Bezirks' sowie
- den kommissarischen Leiter der 'Verwaltungsgesellschaft für den Wohnungsbestand des Shevchenko-Bezirks'.
Die mangelhafte Winterdienstleistung hat in der Metropole zu erheblichen Personenschäden und finanziellen Verlusten geführt. Die Aufarbeitung dieser Fälle ist für viele Bürger ein wichtiger Schritt, um künftig bessere kommunale Dienstleistungen in der Hauptstadt zu gewährleisten. Solche Ermittlungen gegen Verantwortliche sind in diesem Ausmaß bemerkenswert.
Der Fall unterstreicht, wie entscheidend eine zuverlässige Arbeit der Stadtreinigung im Winter ist, wenn die Unfallgefahr für die Bevölkerung besonders hoch ist.
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