Knappes Votum im Parlament: Gesetz zur Entkriminalisierung von Pornografie scheitert an fehlenden Stimmen.
Benötigte Mehrheit für das Gesetz zur Entkriminalisierung von Pornografie verfehlt
Nach Angaben von Espreso.tv: Bei der Abstimmung in der Werchowna Rada verfehlte der Gesetzesentwurf zur Entkriminalisierung von Pornografie die erforderliche Stimmenzahl. Der Entwurf sieht vor, die strafrechtliche Verfolgung für pornografische Inhalte mit volljährigen Personen abzuschaffen. Für eine Annahme wären 226 Stimmen nötig gewesen, doch lediglich 207 Abgeordnete stimmten mit 'Ja' – es fehlten also 19 Stimmen zum Erfolg.
Der vom Rechtsausschuss der Rada am 23. Dezember 2024 befürwortete Entwurf zielt darauf ab, die strafrechtliche Verantwortlichkeit für Einfuhr, Herstellung und Verbreitung von Pornografie mit Volljährigen aufzuheben. Bislang wird dies durch Artikel 301 des Strafgesetzbuches geregelt, der eine Höchststrafe von bis zu sieben Jahren Freiheitsentzug vorsieht. Zum Vergleich: In einigen EU-Staaten sind ähnliche Regelungen bereits seit Jahren in Kraft.
Debatte über den Gesetzesentwurf
Das Scheitern der Abstimmung zeigt, dass die Frage der Entkriminalisierung von Pornografie in der Gesellschaft und unter Politikern weiterhin kontrovers diskutiert wird. Die Auseinandersetzung mit diesem Thema könnte künftige Gesetzesinitiativen und die Haltung zur sexuellen Kultur in der Ukraine beeinflussen, zumal der Entwurf von einem Teil der Abgeordneten unterstützt wird. Dies unterstreicht die Notwendigkeit eines gesellschaftlichen Dialogs über sensible Themen wie Pornografie und Persönlichkeitsrechte.
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