Krim-Fähre lahmgelegt: Kiew unterbricht Nachschubroute zur Halbinsel.

Krim-Fähre lahmgelegt: Kiew unterbricht Nachschubroute zur Halbinsel
Krim-Fähre lahmgelegt: Kiew unterbricht Nachschubroute zur Halbinsel

Angriff auf die Fährverbindung zur Krim

Nach Angaben von Espreso.tv: In der Nacht zum 20. Juni 2023 hat die Ukraine einen gezielten Schlag gegen die Fähranleger in Kertsch geführt. Dabei wurden auch Luftabwehrsysteme und Treibstofflager getroffen. Der Güterverkehr zur Krim kam daraufhin vollständig zum Erliegen. Drei Autofähren wurden außer Betrieb gesetzt. Seit Oktober 2022 ist die Krim-Brücke ohnehin für Lastwagen gesperrt, was die Versorgung der besetzten Halbinsel zusätzlich erschwert.

Benzinverkauf gestoppt

Bereits seit dem 31. Mai 2023 gelten auf der Krim Einschränkungen beim Verkauf von Benzin. Dies ist Teil einer umfassenderen Strategie, die Treibstofflieferungen in die Region zu drosseln. Am 21. Juni 2023 wurde der Verkauf von Kraftstoff an Tankstellen auf der Krim dann komplett eingestellt. Um die Sicherheit zu gewährleisten, wurden in Sewastopol zudem öffentliche Veranstaltungen verboten. Diese Maßnahmen zeigen, dass Angriffe auf militärische Anlagen und die Treibstoffinfrastruktur auf der besetzten Krim inzwischen zum Alltag des Krieges gehören.

Die Lage auf der Halbinsel bleibt angespannt, denn die Ukraine setzt gezielt darauf, die logistischen Möglichkeiten der Besatzungsmacht einzuschränken. Der Wegfall von Treibstofflieferungen und das Verbot von Massenveranstaltungen könnten auf eine Vorbereitung weiterer ukrainischer Aktionen hindeuten, die darauf abzielen, die Besatzungsverwaltung zu destabilisieren. Diese Entwicklung unterstreicht, dass der Krieg nicht nur an der Front, sondern auch im Bereich der wirtschaftlichen und infrastrukturellen Auseinandersetzung geführt wird.


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