Bis zu 100.000 Griwna Strafe: Diese Fischarten dürfen Angler in der Ukraine nicht fangen.
Ende der Laichschonzeit in der Ukraine
Nach Angaben von Novyny.live: In der zweiten Junihälfte 2026 sind die Laichschutzfristen für Angler in der Ukraine ausgelaufen. Dennoch bleiben die Verbote zum Fang von Fischarten aus dem Roten Buch weiterhin bestehen. Insgesamt stehen 75 seltene Fischarten unter staatlichem Schutz. Wer illegal einen dieser Fische fängt, muss mit empfindlichen Geldbußen rechnen – im Extremfall bis zu 100.000 Griwna.
Strafen für den Fischfang
Die Höhe der Strafen variiert je nach Art: Für den Schwarzmeer-Vyrezub werden 10.000 Griwna fällig, für den Donau- und Schwarzmeerlachs jeweils 14.000 Griwna. Besonders teuer ist der Fang eines Beluga-Störs mit 100.000 Griwna, während Russischer Stör, Sternhausen oder Sterlet mit jeweils 48.000 Griwna geahndet werden. Auch der Verkauf von Rote-Buch-Arten ist untersagt; hier liegen die Strafen zwischen 1.700 und 3.655 Griwna.
Welche Fischarten in der Ukraine absolut tabu sind und welche Bußgelder drohen, bleibt ein zentrales Thema für Angler. Für den illegalen Fang anderer Fischarten können Verwaltungsstrafen von 170 bis 680 Griwna verhängt werden. Im Jahr 2026 gelten unter anderem folgende Strafen pro gefangenem Exemplar:
- Hecht – 3.468 Griwna,
- Zander – 3.587 Griwna,
- Wels – 5.117 Griwna,
- Karpfen – 3.706 Griwna,
- Barsch – 3.162 Griwna,
- Brasse – 1.649 Griwna,
- Plötze – 1.564 Griwna,
- ein einzelner Krebs – 3.332 Griwna.
Neben den Verwaltungsstrafen droht bei erheblichen Schäden an den Fischbeständen auch strafrechtliche Verfolgung. Diese kann Geldbußen von 17.000 bis 51.000 Griwna oder eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren nach sich ziehen. Ein besonders schweres Vergehen ist der Einsatz von Sprengstoff oder Elektrizität; hierfür kann ein Bußgeld von bis zu 85.000 Griwna verhängt werden.
Angler müssen sich daher strikt an die gesetzlichen Vorschriften halten und auf illegalen Fischfang verzichten, um hohe Strafen und strafrechtliche Konsequenzen zu vermeiden. Das Bewusstsein für die strengen Regeln ist in der Fischereiszene besonders wichtig, da die Kontrollen in den letzten Jahren zugenommen haben.
Das Ende der Laichschonzeit eröffnet Anglern neue Möglichkeiten, doch die Verantwortung für den Schutz der Fischbestände darf nicht vernachlässigt werden.
Die Einhaltung der Fangregeln, insbesondere das Verbot von Rote-Buch-Arten, ist entscheidend für den Erhalt der Artenvielfalt und die Stabilität der Ökosysteme. Angesichts der wachsenden Beliebtheit des Angelns in der Ukraine kann ein besseres Verständnis der Strafen zu einem verantwortungsvolleren Umgang mit den Wasserressourcen beitragen.
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