Warum Russlands Offensive im Gebiet Sumy keinen dauerhaften Erfolg haben wird.
Russland verstärkt seine Aktivitäten im Gebiet Sumy
Nach Angaben von UATV: Die russische Armee hat ihre Präsenz in der Grenzregion des Gebiets Sumy deutlich erhöht. Laut Serhij Brattschuk, Sprecher der Ukrainischen Freiwilligenarmee, wird dieser Vorstoß jedoch keinen langfristigen militärischen Erfolg bringen. Die russischen Truppen, darunter die Gruppe 'Sever', zeigen zwar Aktivität, doch ihre Operationen bleiben auf breiter Front wirkungslos. Experten sehen darin eher einen begrenzten Erkundungs- oder Ablenkungsversuch.
Am 11. März 2023 wurde eine deutliche Zunahme von Beschüssen ukrainischer Stellungen und Ortschaften gemeldet. Allein in den letzten 24 Stunden wurden 127 Artillerieangriffe auf den nord-slowoboschanschen und kursker Richtungen registriert. Brattschuk erinnerte daran, dass Russland bereits im Sommer 2022 einen Durchbruch in Richtung Sumy versucht hatte. Dieser Angriff wurde damals von ukrainischen Verteidigern gestoppt und zurückgeworfen.
„Sie griffen damals sehr aggressiv an und kamen der Gebietshauptstadt (Sumy, Anm. d. Red.) gefährlich nahe. Wahrscheinlich planten sie einen Blitzkrieg. Doch unseren Truppen gelang es, das Vordringen dieser russischen Gruppierung 'Sever' zu stoppen und sie zurückzudrängen“, betonte Serhij Brattschuk.
Der Sprecher fügte hinzu, dass sich die russischen Einheiten derzeit vor allem in „graue Zonen“ vorwagten, in denen keine ukrainischen Truppen physisch präsent seien. Dies deute darauf hin, dass die russische Aktivität nicht effektiv sei. „Deshalb ist sie einfach nicht in der Lage, breitflächig auf der nord-slowoboschanschen Richtung anzugreifen und vorzurücken“, so Brattschuk. Dies unterstreiche die begrenzten Fähigkeiten der russischen Streitkräfte für großangelegte Offensivoperationen in diesem Abschnitt.
Die Lage der ukrainischen Streitkräfte
Die Eskalation der russischen Aktivitäten in der Grenzregion von Sumy sorgt für erhöhte Alarmbereitschaft. Nach Einschätzung ukrainischer Militärexperten bleiben die russischen Bemühungen jedoch strategisch erfolglos. Solche Aktionen könnten Versuche sein, die Aufmerksamkeit ukrainischer Kräfte abzulenken oder deren Verteidigungsbereitschaft auszutesten. Die Frontlage bleibt angespannt, doch die ukrainischen Truppen halten weiterhin die Kontrolle über Schlüsselpositionen. Diese stabile Verteidigungslage verringert die Wahrscheinlichkeit eines nachhaltigen russischen Durchbruchs in dieser Richtung erheblich.
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