Kiew im Visier: Russland greift kleine Werkstätten an – Militärische Schlüsselstandorte liegen unter der Erde.
Schwerer Raketenangriff auf die ukrainische Hauptstadt
Nach Angaben von Espreso.tv: Am 19. Juli 2023 wurde Kiew Ziel eines massiven russischen Angriffs mit ballistischen Raketen. Der Beschuss richtete sich gezielt gegen städtische Betriebe, insbesondere kleinere Fertigungsstätten. Laut Experten sind kritische militärische Einrichtungen meist unterirdisch verbaut und daher schwer zu treffen. Bei dem Angriff kam ein Mensch ums Leben, 17 weitere wurden verletzt. In mindestens fünf Stadtbezirken brachen Brände aus, was das Ausmaß der Zerstörung verdeutlicht.
Strategische Ziele und psychologische Kriegsführung
Der Experte namens Flesch erläuterte, dass Produktionsstätten für kriegswichtige Güter in der Regel tief unter der Erde lägen – ein Angriff darauf sei zwecklos.
„Der Feind weiß das“kommentierte er die Lage. Die Gelände solcher Firmen seien oft weitläufig, während in angemieteten Hallen von nur zehn mal zwanzig Metern kleine Komponenten wie Antennen für die Elektronische Kampfführung oder Propeller für Drohnen gefertigt würden.
Flesch wies zudem darauf hin, dass viele Betriebe gar keine kriegsrelevanten Aufträge ausführen, aber allein ihre Lage in Kiew sie zum Ziel mache.
„Kiew muss eingeschüchtert werden. Eine Fabrik ist ein hervorragender Vorwand dafür“so der Experte weiter. Der Angriff ist Teil einer Strategie, die auf psychologischen Druck auf die Bevölkerung und die Infrastruktur der ukrainischen Hauptstadt abzielt.
Dieser Vorfall zeigt, wie der anhaltende Konflikt zwischen Russland und der Ukraine durch gezielte Schläge das Alltagsleben in Großstädten stören soll. Die Ereignisse in Kiew unterstreichen den dringenden Bedarf einer Stärkung der nationalen Verteidigungsfähigkeiten sowie die Bedeutung der psychischen Widerstandskraft der Zivilbevölkerung im Krieg. Einschüchterungsversuche dieser Art könnten langfristige Folgen für Stabilität und Sicherheit in der gesamten Region haben.
Lesen Sie auch
- Großangriff auf die Krim und Moskau: Explosionen, Brände und Stromausfälle erschüttern die Regionen
- Angriff auf Kiew: U-Bahn-Station Lukjaniwska und Fußgängertunnel beschädigt
- Großangriff auf die Ukraine: 81 Drohnen abgefangen, mehrere Tote und Verletzte
- Fünf Tote bei russischem Angriff auf Getreidefrachter – fünf Seeleute vermisst
- Naturkatastrophen weltweit: Überschwemmungen in Indien und Rumänien, Waldbrände in Spanien
- Mehr als 50 Angriffe auf die Region Dnipropetrowsk am 19. Juli: Vier Verletzte, eine Frau in kritischem Zustand

