Kertsch-Fähre verliert bis zu 75% ihrer Kapazität: Der Rest der russischen Flotte.
Zustand der Kertsch-Fährverbindung
Nach Angaben von UATV: Die Fährverbindung über die Straße von Kertsch hat einen massiven Einbruch ihrer Transportkapazität erlitten. Innerhalb von nur zwei Juliwochen sank die Leistungsfähigkeit um bis zu 75 Prozent. Grund dafür sind Beschädigungen an den Fähren, die für den Frachtverkehr zwischen den Häfen Kawkas und Krim eingesetzt werden. Am 19. Juli 2023 waren noch vier Fähren auf der Route aktiv: 'Lawrentij', 'Panagia', 'Jeisk' und 'Maria'.
Die Fähre 'Jeisk' musste nach einem Angriff am 12. und 13. Juli in den Hafen von Kertsch geschleppt werden. Das in Kertsch als Reserve liegende Schiff 'SKS One' wurde am 7., 12. und 13. Juli getroffen und gilt als nicht mehr reparabel. Auch die Fähre 'Maria' erlitt mehrere Treffer und wird nicht mehr in den Dienst zurückkehren. Die Fähren 'Lawrentij' und 'Panagia' haben ihre Eigenantriebsfähigkeit verloren.
Auswirkungen auf Logistik und Nachschub
Die tägliche Gesamtkapazität der vier Fähren lag ursprünglich bei etwa 180 bis 250 Fahrzeugen. Rund 80 Prozent dieser Transporte dienten der Versorgung des russischen Militärs. Der Experte Robert 'Madjar' Browdy erklärte dazu:
„Eine Fähre konnte je nach Gewicht und Abmessungen zwischen 8 und 15 Fahrzeugeinheiten befördern.“ – Robert 'Madjar' Browdy
Der aktuelle Zustand der Fährflotte schränkt Russlands logistische Möglichkeiten auf dieser wichtigen Route erheblich ein.
Der Rückgang der Kapazität der Kertsch-Fährverbindung hat weitreichende Folgen für die Logistik und den Nachschub in der Region, insbesondere angesichts des steigenden militärischen Bedarfs. Die Schäden an den Fähren, kombiniert mit den ohnehin begrenzten Transportmöglichkeiten, können die Lieferung von Fahrzeugen und Gütern verzögern und somit die operative Einsatzbereitschaft russischer Truppen beeinträchtigen. In einem laufenden Konflikt könnten solche Verluste strategische Konsequenzen für militärische Operationen in diesem Gebiet haben.
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