Angriff auf Rettungsboote im Seekorridor: Russland greift humanitäre Schiffe an.
Humanitäre Schiffe unter Beschuss
Nach Angaben von UATV: Am 6. Juni 2023 griffen russische Streitkräfte zwei zivile Such- und Rettungsschiffe an, die im ukrainischen Seekorridor einen humanitären Einsatz durchführten. Die Boote der staatlichen Seenotrettung trugen die typische Farbgebung und die Kennzeichnung SAR (Search and Rescue), die ihren Status als humanitäre Einheiten klar erkennbar machte. Solche Schiffe genießen eigentlich besonderen Schutz – das legt unter anderem Artikel 27 der Zweiten Genfer Konvention von 1949 fest, der Such- und Rettungsfahrzeuge vor Angriffen bewahren soll.
Der Beschuss dieser Rettungsboote stellt daher einen schweren Verstoß gegen das humanitäre Völkerrecht dar. Dazu gehört auch die Pflicht, zivile und humanitäre Einsätze in Konfliktgebieten nicht zu behindern oder gezielt anzugreifen.
Die ukrainische Marine (Морські сили Збройних сил України) betonte: 'Der Feind hat zwei Boote des staatlichen Seenotrettungsdienstes angegriffen, die im Rahmen des ukrainischen Seekorridors eine humanitäre Mission durchführten.'
Dieser Vorfall zeigt nach Angaben der ukrainischen Marine erneut, wie bewusst Russland gegen internationales Recht verstößt. Die internationale Gemeinschaft sieht sich dadurch in ihrer Sorge bestätigt, dass humanitäre Standards in bewaffneten Konflikten zunehmend missachtet werden.
Folgen des Angriffs
Der Angriff verdeutlicht die ernste Gefahr für humanitäre Einsätze in Kriegsgebieten. Wenn selbst klar gekennzeichnete Rettungsschiffe angegriffen werden, leidet darunter vor allem die Zivilbevölkerung, die auf Hilfe angewiesen ist. Solche Vorfälle könnten zudem neue Debatten darüber auslösen, wie der Schutz humanitärer Helfer in Konfliktzonen verbessert werden muss.
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