Energienetz unter Beschuss: Alle ukrainischen Atomkraftwerke vom Netz.

Energienetz unter Beschuss: Alle ukrainischen Atomkraftwerke vom Netz
Energienetz unter Beschuss: Alle ukrainischen Atomkraftwerke vom Netz

Folgen der russischen Angriffe: Atomkraftwerke müssen Leistung drosseln

Nach Angaben von TSN.ua: In der Nacht zum 7. Februar griffen russische Streitkräfte die ukrainische Energieinfrastruktur erneut massiv mit Raketen und Drohnen an. Diese Attacken führten zu schweren Zerstörungen an den Netzen, die den Strom zum Verbraucher transportieren. Der staatliche Netzbetreiber "Ukrenerho" bestätigte erhebliche Schäden an den Hochspannungsleitungen, die für einen stabilen Systembetrieb essenziell sind. Als direkte Folge mussten alle Atomkraftwerke im kontrollierten Gebiet ihre Leistung herunterfahren. Solche Angriffe auf die kritische Infrastruktur sind ein zentraler Bestandteil der Kriegsführung und zielen darauf ab, die Lebensgrundlagen der Bevölkerung zu treffen.

Der Grund für das Herunterfahren der AKW waren gezielte Treffer auf wichtige Umspannwerke und Hochspannungsleitungen mit 750 kV und 330 kV. Diese Knotenpunkte sind für die Einspeisung der Atomstromleistung ins Netz unverzichtbar. Ihre Beschädigung hatte daher schwerwiegende Konsequenzen für das gesamte ukrainische Energiesystem.

Gefahr für die nukleare Sicherheit

"Die nukleare Sicherheit der Ukraine und Europas ist bedroht" - Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO).

Laut Ludvig Litvinskyj gab es jedoch keine Stör- oder Unfälle direkt in den Reaktoren der Kraftwerke. Er betonte, dass die Sicherheitssysteme der ukrainischen Atomkraftwerke auch für solche Szenarien ausgelegt seien, was die Risiken in der aktuellen Lage verringere. Die Aussage der IAEO unterstreicht dennoch die grenzüberschreitende Dimension der Bedrohung.

Der Vorfall zeigt erneut die extreme Verwundbarkeit der ukrainischen Energieinfrastruktur im anhaltenden Krieg. Das erzwungene Drosseln der AKW kann zu Instabilitäten in der Stromversorgung führen, was Bevölkerung und Wirtschaft hart trifft. Die Sicherheit der kerntechnischen Anlagen bleibt von kritischer Bedeutung, und die internationale Gemeinschaft beobachtet die Entwicklung weiterhin genau, um katastrophale Folgen zu verhindern.


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