Nächtlicher Drohnenangriff auf Odessa: Ein Verletzter und Zehntausende ohne Strom.

Nächtlicher Drohnenangriff auf Odessa: Ein Verletzter und Zehntausende ohne Strom
Nächtlicher Drohnenangriff auf Odessa: Ein Verletzter und Zehntausende ohne Strom

Angriff auf Odessa in der Nacht zum 19. Januar 2023

Nach Angaben von UATV: In der Nacht zum 19. Januar 2023 griffen russische Streitkräfte die ukrainische Hafenstadt Odessa mit Kampfdrohnen an. Der Angriff gegen 01:30 Uhr forderte ein menschliches Opfer: Ein 33-jähriger Mann wurde verletzt. Die schwerwiegendste Folge für die Bevölkerung war jedoch der massive Stromausfall, von dem über 30.000 Haushalte betroffen waren. Dieser Vorfall verschärfte die ohnehin angespannte Lage in der Region, die bereits am Vortag einen Angriff auf ein Energieobjekt erlitten hatte.

Augenzeugen berichteten von den charakteristischen Geräuschen der herabfallenden Drohnen. Einer von ihnen, Wolodymyr, schilderte die Situation:

„Gegen halb zwei hörten wir plötzlich, wie eine ‚Schahid‘-Drohne abstürzte. Es war dieses typische Geräusch, dann die Explosion. Wir waren noch zu Hause, sind dann aber in Hausschuhen auf die Straße gerannt – immerhin mit Jacken. Im Keller haben wir das Ende des Alarms abgewartet.“ - Wolodymyr

Die Zerstörungen nach dem Angriff waren immens und trafen eine Bevölkerung, die seit Jahren unter solchen Attacken leidet. Ein weiterer Bewohner, Marmen, beschrieb die Szenerie mit resignierter Gewohnheit:

„Wir sind runtergegangen – alles war zerstört, lag in Trümmern. Nichts Neues. Überall das gleiche Bild, bei den Leuten hier, so wie es seit vier Jahren ist.“ - Marmen

Folgen und Einordnung

Odessa war erneut Ziel eines russischen Angriffs, der zu Verletzten und schweren Schäden an der kritischen Infrastruktur führte. Solche Attacken auf die Energieversorgung sind ein wiederkehrendes Muster im Krieg und zielen darauf ab, die Zivilbevölkerung im Winter besonders zu treffen.

Der Vorfall ist Teil der anhaltenden russischen Militäraktionen gegen die Ukraine, die seit Jahren massive Schäden an der zivilen Infrastruktur verursachen und humanitäre Krisen hervorrufen. Der Verlust der Stromversorgung und die Zerstörung von Wohnhäusern bedeuten zusätzliche immense Härten für die Bewohner, die bereits zahlreiche Angriffe erlebt haben. Die Situation in Odessa unterstreicht die dringende Notwendigkeit internationaler Unterstützung und von Maßnahmen zum Schutz der Zivilbevölkerung in diesem Krieg.


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