Moskau baut ein neues Söldnerheer auf: Was hinter dem „Afrikakorps“ mit bis zu 10.000 Mann steckt.
Russlands Einfluss in Afrika wächst
Nach Angaben von Novyny.live: Drei Jahre nach dem Zerfall der Privatarmee „Wagner“ stellt der Kreml eine neue militärische Einheit auf – das sogenannte „Afrikakorps“. Dessen Stärke wird auf 8.000 bis 10.000 Kämpfer geschätzt. Ziel ist es, Militärregime in Ländern wie Burkina Faso, Niger und Mali zu stützen. Russische Firmen, die auf dem Kontinent tätig sind, verfolgen dabei nicht nur politische Ziele: Sie bauen oft unter Missachtung internationaler Standards Rohstoffe ab. Moskau nutzt Afrika zudem als Quelle für Rekruten im Krieg gegen die Ukraine. Im Sudan haben russische Akteure etwa Gewässer mit Quecksilber verseucht, was bei der lokalen Bevölkerung und internationalen Beobachtern für Empörung sorgt.
Propaganda und geopolitische Strategien
Parallel dazu verbreitet der Kreml gezielt Erzählungen von einer „multipolaren Weltordnung“. Damit will Russland seine Position in der Region festigen. Afrika umfasst 50 UN-Mitgliedsstaaten – ein Potenzial, das Moskau für sich zu nutzen sucht.
Andrij Tschernjak bemerkt: „Es ist noch zu früh zu sagen, dass Russland Afrika verliert.“
Diese Einschätzung unterstreicht, wie bedeutend der Kontinent für die russische Außenpolitik ist. Moskau schöpft Afrika offenbar gezielt für eigene politische und wirtschaftliche Interessen aus. Die Entwicklung zeigt, dass Afrika in der globalen Geopolitik an Gewicht gewinnt – besonders Staaten mit reichen Rohstoffvorkommen rücken ins Visier von Großmächten. Sollte Russland seinen Einfluss weiter ausbauen, drohen neue Konflikte, etwa in den Bereichen Sicherheit oder Umweltschutz. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Lage entwickelt, denn eine Stärkung der russischen Position in Afrika könnte weitreichende Folgen für die Weltpolitik haben.
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