Experte warnt: Russland könnte Wasserversorgung in der Ukraine ins Visier nehmen.
Russlands Kriegstaktik im Wandel
Nach Angaben von Novyny.live: Nach den massiven Angriffen auf die ukrainische Energieinfrastruktur im Winter könnte der Frühling eine neue Zielscheibe bringen: die Wasserversorgung. Der ehemalige Kommandeur der Luftlandetruppen der ukrainischen Streitkräfte, Iwan Jakubez, äußerte die Befürchtung, dass Objekte der Trinkwasserversorgung – insbesondere in der Hafenstadt Odessa – die nächsten Ziele russischer Attacken werden könnten.
Folgen der Winterangriffe auf Energieanlagen
Die russischen Angriffe in den Wintermonaten konzentrierten sich auf die Energieversorgung. In der Nacht zum 17. Februar trafen russische Drohnen Energieanlagen in Odessa. Laut dem Energieunternehmen DTEK war der Kiewer Stadtbezirk von Odessa am stärksten betroffen. Die wichtigste Aufgabe der Energietechniker besteht nun darin, die verbliebene, intakte Ausrüstung bis zum 20. Februar wieder in Betrieb zu nehmen.
Iwan Jakubez wies zudem auf eine qualitative Veränderung der Angriffe hin:
„Wenn vierhundert Drohnen und fünfzig bis sechzig Raketen eingesetzt werden, ist das keine taktische Ebene mehr. Das ist ein operativer Schlag.“Diese Eskalation deutet auf eine veränderte Feindtaktik hin, die die strategische Lage in der Region beeinflussen kann. Odessa als zentraler Hafen könnte bei neuen Attacken besonders verwundbar sein. Die Versorgung der Zivilbevölkerung mit lebensnotwendigem Trinkwasser steht damit möglicherweise auf dem Spiel.
Die mögliche Verlagerung der Angriffsschwerpunkte deutet auf eine neue russische Strategie hin, die darauf abzielt, die kritische Infrastruktur der Ukraine systematisch zu beschädigen. Die Zerstörung von Energie- und Wasserversorgung sind Schlüsselelemente für die Stabilität einer Region und können die humanitäre Lage rapide verschlechtern. Die Situation in der strategisch bedeutsamen Metropole Odessa erfordert daher besondere Aufmerksamkeit.
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