Moskau plant neue Mobilmachungswelle: Was bedeutet das für den Kriegsverlauf?.
Aussage von Andrij Kowalenko zur Mobilisierung in Russland
Nach Angaben von UATV: Am 28. Juni 2023 äußerte sich Andrij Kowalenko, der Leiter des Zentrums zur Bekämpfung von Desinformation beim Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrat der Ukraine, zu den möglichen Folgen einer erneuten Mobilmachung in Russland. Selbst wenn diese Entscheidung im Herbst getroffen werde, könne Russland damit lediglich 'Löcher an der Front stopfen', so Kowalenko.
Lage an der Front
Derzeit befinden sich 721.300 russische Soldaten auf ukrainischem Territorium. Diese Zahl verdeutlicht die massive Präsenz russischer Kräfte in der Region. Kowalenko zufolge wird die Mobilisierung jedoch nicht ausreichen, um die Lage an der Front grundlegend zu verändern – sie könne die Verluste nur teilweise ausgleichen.
Die Prognosen zur Mobilmachung in Russland geben daher Anlass zur Sorge, da sie keine entscheidenden militärischen Wendungen versprechen. Kowalenko betont, dass Russland künftig gezwungen sein wird, nach neuen Wegen zu suchen, um seine militärischen Verluste zu kompensieren.
Kowalenkos Aussage unterstreicht die schwierige Lage, in der Russland steckt, während es versucht, die Kontrolle über die von ihm besetzten Gebiete zu behalten.
Andrij Kowalenko
Eine hohe Truppenstärke allein garantiert noch keine militärische Effektivität – besonders in langwierigen Konflikten, die nicht nur zahlenmäßige Überlegenheit, sondern auch qualitativ hochwertige Ausbildung und Ausrüstung erfordern. Die weitere Entwicklung könnte die russische Militärführung vor neue Herausforderungen stellen und sie zwingen, nach alternativen Lösungen für ihre Probleme an der Front zu suchen.
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