Zelenskyj warnt vor russischen Raketen in Belarus.
Die neue ballistische Rakete 'Oreschnik'
Nach Angaben von Novyny.live: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Zelenskyj hat vor den Plänen Russlands gewarnt, die ballistische Rakete 'Oreschnik' in Belarus zu stationieren. Diese Entwicklung könnte die Sicherheitslage in der Region erheblich verschärfen. Alexander Lukaschenko, der selbsternannte Präsident von Belarus, steht im Zentrum dieser kritischen Situation, die weitreichende Folgen haben kann.
Bei der 'Oreschnik' handelt es sich um eine moderne russische Mittelstreckenrakete, die von mobilen bodengestützten Abschussrampen gestartet werden kann. Sie kann sowohl mit nuklearen als auch mit konventionellen Sprengköpfen bestückt werden. Erste Berichte über diese Waffe tauchten 2024 in offenen Quellen auf, als russische Streitkräfte sie bei einem Angriff im November gegen Infrastruktur in Dnipro einsetzten. In der Nacht zum 9. Januar 2024 wurde die Rakete auch in der Region Lwiw verwendet. Derzeit verfügt die russische Armee schätzungsweise über nicht mehr als drei bis vier Exemplare des 'Oreschnik'. Die Serienproduktion soll nach Kreml-Angaben erst 2026 anlaufen. Diese geringe Stückzahl unterstreicht den experimentellen Charakter des Systems.
Zelenskyjs deutliche Warnung
Präsident Zelenskyj erklärte, der 'nächste Schritt sei die Vorbereitung von Standorten für die Stationierung des „Oreschnik“ auf belarussischem Territorium'. Er machte deutlich, dass diese Entscheidung bei Lukaschenko liege und rief die Belarussen auf, sich der damit verbundenen Risiken bewusst zu sein. Zelenskyj führte dazu aus:
'Lukaschenko begeht einen großen Fehler. Es geht nicht nur um den „Oreschnik“. Alle sehen, dass sie derzeit vor allem eine Show abziehen. Sie haben noch nicht einmal die gesamte Rakete eingeführt, sondern nur die entsprechenden Fahrzeuge. Und schon tun sie alles, um Europa zu erschrecken.' Wolodymyr Zelenskyj
Der ukrainische Staatschef äußerte zudem die Befürchtung, Russland könnte die 'Oreschnik' sogar ohne die explizite Zustimmung Lukaschenkos nach Belarus verlegen.
Zelenskyj ging auch auf die bereits erfolgten Gegenmaßnahmen ein: 'Wir haben alles getan, damit drei oder vier von ihnen bereits nicht mehr existieren. Wir mussten das tun, weil Russland Marschflugkörper einsetzte, und das nicht nur über Belarus.' Diese Äußerung spiegelt die wachsenden Spannungen im Dreieck Moskau-Minsk-Kiew wider und unterstreicht die Dringlichkeit einer internationalen Reaktion.
Eine Stationierung der ballistischen 'Oreschnik'-Raketen in Belarus würde die militärische Lage in Osteuropa grundlegend verändern und die Bedrohung für die Nachbarländer, insbesondere die Ukraine, deutlich erhöhen. Ein solcher Schritt könnte neue Reaktionen der NATO und anderer internationaler Organisationen provozieren, die die Entwicklung des Konflikts aufmerksam verfolgen. Die Situation erfordert eine genaue Beobachtung, da das weitere Vorgehen Russlands und Belarus' die europäische Sicherheitsarchitektur direkt betreffen kann.
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