Russlands Angriffsplan: Pokrowsk und Myrnohrad im Fadenkreuz.

Russlands Angriffsplan: Pokrowsk und Myrnohrad im Fadenkreuz
Russlands Angriffsplan: Pokrowsk und Myrnohrad im Fadenkreuz

Frontverlauf in der Oblast Donezk

Nach Angaben von UATV: Russische Truppen setzen ihre massiven Angriffsbemühungen auf die Städte Kostjantyniwka, Pokrowsk und Myrnohrad fort. Dabei bedienen sie sich einer Taktik, die bereits bei den Kämpfen um Wuhledar und Awdijiwka zum Einsatz kam. Die Invasoren umgehen Pokrowsk und Myrnohrad von zwei Seiten, was auf eine geplante Einkesselung dieser Ortschaften hindeutet.

Analysen zufolge wurden für den Sturm auf Pokrowsk in den letzten anderthalb Jahren etwa 170.000 Personen eingesetzt. Zum Vergleich: Die gesamte deutsche Bundeswehr umfasst ungefähr 180.000 Soldatinnen und Soldaten. Diese Zahlen verdeutlichen das enorme Ausmaß der russischen Militärpräsenz in der Region und die ernsthafte Bedrohung für die ukrainischen Stellungen.

Aktivitäten an der Front

Am 18. Februar wurden 237 Gefechte registriert. Die meisten Angriffe fanden in Richtung Huljajpole (49) und bei Pokrowsk (42) statt. Diese Konzentration der Kampfhandlungen zeigt das Bestreben der russischen Streitkräfte, ihre Operationen in diesen strategisch wichtigen Gebieten zu intensivieren.

Der Kommandeur einer ukrainischen Einheit, Iwan Stupak, erklärte, dass die Taktik darin bestehe, 'Gruppen zu zweit einzuschleusen, einzeln vorzurücken, um die Stadt einzunehmen'.

Dies weist auf den taktischen Ansatz der Besatzer hin, der auf kleinere, aber zielgerichtete Angriffe auf Städte setzt. Er betonte zudem, dass 'Pokrowsk nach anderthalb Jahren Kämpfen praktisch zerstört' sei – ein Bild der verheerenden Folgen langwieriger Gefechte für Infrastruktur und Zivilbevölkerung.

Unter den Bedingungen der heftigen Kämpfe ist die Lage besonders gefährlich:

  • Einzelne Kämpfer verstecken sich in Gebüschen,
  • in irgendwelchen Kanalschächten
  • oder in Rohren.

Dies erschwert die Lage für die ukrainischen Streitkräfte erheblich, die versuchen, die Sicherheit in diesen Gebieten zu gewährleisten.

Insgesamt bleibt die Lage an der Front angespannt, mit anhaltenden Versuchen russischer Truppen, Schlüsselpositionen um Pokrowsk und Myrnohrad einzunehmen. Die aktuellen Kampfhandlungen in der Oblast Donezk unterstreichen die erheblichen Anstrengungen Moskaus, strategische Städte zu erobern, was den weiteren Konfliktverlauf beeinflussen könnte. Angesichts der intensiven Angriffe und der Einkesselungsversuche ukrainischer Stellungen wird die Situation kritisch und erfordert von der ukrainischen Armee neue Verteidigungsstrategien. Die anhaltenden Kämpfe haben zudem schwerwiegende humanitäre Folgen für die Zivilbevölkerung, die unter Zerstörung und Ressourcenmangel leidet.


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